Es naht der 11. Februar heran, der 31. Jahrestag des Sieges der Islamischen Revolution im Iran. Immer wenn von den politischen Idealen der Revolution nämlich Unabhängigkeit, Freiheit und Islamische Republik die Rede ist, drängt sich auch automatisch der Gedanke an die 30 jährigen Anfeindungen des Weißen Hauses gegen die islamisch-republikanische Staatsordnung auf.
Der Iran nimmt geografisch gesehen einen strategisch wichtigen Platz ein. Es liegt am Persischen Golf und an der Straße von Hormoz die wichtigste Meeresenge für die Erdölexporte aus dem Persischen Golf in die westlichen Industrieländer. Die Bedeutung der nördlichen Grenzen Irans hat sich nach dem Zerfall der Ex-Sowjetunion verdoppelt. Iran ist für die Länder Zentralasiens und des Kaukasus der nächste und wirtschaftlichste Weg zu den Gewässern. Natürlich kann ein Land mit diesen Vorzügen nicht von den politischen und wirtschaftlichen Absichten der Hegemoniemächte verschont bleiben.
Die strategische Lage und die großen Erd- und Gasvorkommen im Iran sind ausreichende Motive für die Hegemonieordnung, aus Iran erneut eine Kolonie zu machen. Nach dem Sieg der Islamischen Revolution über die stärkste Schachfigur Washingtons in der Region, den Schah, ist das Weiße Haus in Angriffsstellung zu der iranischen Bevölkerung und ihre Revolution übergegangen. Die Amerikaner und einige ihrer europäischen Verbündeten brüsten sich, die Demokratie zu verteidigen und den Kampf gegen den Terrorismus anzuführen. Aber sie scheinen während ihrer 30-jährigen Versuche der Staatsordnung die Islamischen Republik Iran zu stürzen oder zu schwächen, vergessen zu haben, dass diese freie politische Ordnung aus der Mitte des Volkes kam und kommt. In dieser Zeit haben sie unentwegt den Terrorismus gegen die Islamische Republik Iran unterstützt.
Zwischen den schönen Behauptungen der US-Behörden und ihrem wahren Vorgehen gegenüber Iran liegt also ein großer Kontrast. Die USA haben sich ja schon lange vor dem Sieg der Islamischen Revolution feindlich gegenüber der iranischen Bevölkerung verhalten. Sie haben erst 1953 zusammen mit England, die demokratische Regierung von Dr. Mossadegh durch einen Militärputsch abgesetzt, dann langsam England aus Politik und Wirtschaft Irans verdrängt und sich dann selber zu einer Macht im Iran entwickelt, der nichts mehr im Wege stand. Die iranische Monarchie wurde ihr Gendarm in der Region. Der nach dem Militärputsch von 1953 zurückkehrte Schah, der vorher ins Ausland geflohen war, stellte eine der blutigsten Diktaturen auf.
Die Anführer der angeblichen Verteidigung von Demokratie und Menschenrechte und des Kampfes gegen den Terrorismus, sprich USA haben nach dem zweiten Weltkrieg bewiesen, dass sie immer die Stimme des Volkes und Rechte der Menschen fallen lassen, wenn ihre eigenen Interessen das erforderlich machen. Hinsichtlich dieser Doppelmoral bei der sich die Liebe Washingtons zur Demokratie und den Menschen deutlich als Lüge erweist, könnten zahlreiche Fälle in Asien, Afrika und Lateinamerika genannt werden. In diesem kurzen Beitrag müssen wir uns auf das Beispiel Iran beschränken.
1963 zerschlug das Schah-Regime unterstützt von den USA die revolutionäre Islamische Bewegung der iranischen Bevölkerung. Tausende Bürger in Teheran und in Qum wurden bei dieser Volkserhebung vom 15. Chordad (Anfang Juni) vom Schah blutig niedergemetzelt, weil sie den Islam und die Unabhängigkeit verteidigten. Danach erklärten die USA offiziell ihre Unterstützung für den Monarchen in Teheran und die westlichen Medien nannten die freiheitliche Volkserhebung vom Juni 1963 einstimmig mit dem Schah „Tumulte der schwarzen reaktionären Kräfte“.
Es sei auch erwähnt, dass auf dem Höhepunkt der Kämpfe der muslimischen Bevölkerung von Iran gegen die Diktatur des Schahs, der damalige US-Präsident Jimmy Carter in Teheran dem Schah seine volle Unterstützung kundgab. Die amerikanischen Potentaten und ihre europäischen Verbündeten haben dem Schah all die Jahre seiner Diktatur über auch nicht einmal offen angekreidet, dass es keine Demokratie im Iran gab. Sie haben niemals ein Wort über die mittelalterlichen Folterungen in seinen Gefängnissen verloren. Weiterlesen …
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