Neokufaner – Zweifel an der Autorität
Zu Lebzeiten von Imam Hassan (ع) war Marwan ibn al-Hakam an der Macht. Er war einer der brutalsten Kalifen und ein erbitterter Feind des Imams. Nach dem Märtyrertod von Imam Hassan (ع) war Marwan bei der Trauerprozession anwesend. Imam Husayn (ع) fragte ihn: „Du bist bekannt für deine Feindschaft gegenüber uns Ahl-ul-Bayt. Ganz besonders gegenüber meinem verstorbenen Bruder Hassan. Also warum bist du hier? Warum bist du bei dieser Beerdigung dabei?“ Marwan antwortete: „Du hast recht. Ich hasste deinen Bruder Hassan. Ich betrachtete ihn als meinen Feind. Aber es gab eine Sache an ihm, die mich erstaunte und das war seine Art zu reagieren, während ich ihn angriff. Seine Toleranz versetzte Berge.“ Marwan ibn al-Hakam bezeugte den großartigen Charakter von Imam Hassan.
Zweifel an der Autorität
Als Imam Hassan (ع) einen Friedensvertrag mit Muawiya (la) schließen wollte, kehrten ihm einige seiner engsten Anhänger den Rücken. Für sie war der Vertrag eine Demütigung und ihre Ablehnung zeigten sie offen. Einer der Gefährten des Imams sagte: „Ich hoffe, dass wir und du an dem Tag sterben, an dem du Frieden schließt mit Muawiya.“ Ein anderer Gefährte beleidigte den Imam mit den Worten: „Du hast uns aus der Position der Gerechtigkeit entfernt und uns zu Unterdrückern gemacht.“ Viele Gefährten begrüßten Imam Hassan mit den Worten: „Der Friede sei mit dir, o Erniedriger der Gläubigen.“ Seine ehemaligen Gefährten zweifelten an seine Autorität. Aber Imam Hassan (ع) handelte nach den Befehlen Allahs. Es war Allahs Wille, dass ein Friedensvertrag beschlossen wird, aber seine Anhänger verstanden dies nicht.
Ungehorsam gegenüber dem Wali al-Faqih
Der Ungehorsam der Menschen betraf nicht nur Imam Hassan (ع). Alle Imame wurden mehr oder weniger von ihren Anhängern enttäuscht und im Stich gelassen. Die Menschen in Kufa versprachen Imam Husayn (ع) die Treue, aber als er zu ihnen kam, änderten sie ihre Meinung. Aus einigen Gefährten wurden plötzlich Feinde. Am Ende hielten nur 72 in Karbala ihr Wort.
Es gibt viele Menschen, die die Autorität eines Propheten, eines Imamen, eines Rechtsgelehrten, eines Führers, eines Verantwortlichen bezweifeln. Ein wenig Unverständnis reicht aus, das Freunde zu Feinde werden. Diese Entwicklung konnten wir zuletzt in der Islamischen Republik Iran erleben, wo einige Pseudo-Gelehrte sich gegen den aktuellen Wali al-Faqih Sayyid Ali Khamenei erhebten und seine Autorität in Frage stellten. Diese Pseudo-Gelehrten stellten sich auf die Seite der Feinde der Muslime und behaupteten die Präsidentschaftswahlen wären gefälscht. Aber wir verhielt sich der Wali al-Faqih gegenüber Mussawi, Rafsanjani, Karrubi, … ? Genauso wie die Propheten und Imame. Imam Khamenei (ha) begegnete ihnen mit Milde und Barmherzigkeit. Er öffnet ihnen die Tore der Reue und lud sie zur Umkehr ein. Imam Ali (ع) sagte: „Begegne dem, der sich dir gegenüber grob und dreist verhält, milde und nachsichtig. Vielleicht wird ihn das zur Einsicht bringen!“
Autor: Hessam Kordian















Ich war immer so begeistert von Imam Hussein, dass ich mich kaum
mit dem Lebenslauf der anderen Imame beschäftigt habe. Ohne dein
Artikel würde ich wohl glauben Imam Hassan sei nach Imam Hussein
verstorben (von dir habe ich einiges gelernt Bruder).
Ich habe euch in der Vergangenheit darauf aufmerksam gemacht, dass
Imam Khomeini (ra) einen würdigen Nachfolger
für die Muslime und alle Anti-Imperialisten gewählt hat.
Über Imam Khamenei (ha) wird immer noch zu wenig geschrieben.
Dieser Zustand muss geändert werden durch seine treuen Anhänger.
Beitrag editiert
Assalamu alaikum
@Mohammad: Nicht Imam Khomeini (q.s.) hat Imam Khamenei zum Nachfolger gewählt, da er das laut Verfassung gar nicht durfte. Er hat aber nichtsdestotrotz immer wieder auf ihn hingewiesen, gut nachlesbar hier:
http://www.islamischer-weg.de/iw0045.htm
Aber im Grunde wiederholt sich die Geschichte stets. Der Imam der Zeit wurde von der Mehrheit der Muslime nicht erkannt! Schon der Prophet (s.a.s) wurde nicht als das erkannt, was er war, nämlich als unfehlbarer Prophet Allahs und Barmherzigkeit für die Welten, wie der Quran sagt, der Imam al-Rahma (Dua Tawassol). Die meisten sahen in ihm so etwas wie bestenfalls einen guten Feldherren, fanden aber immer einen Grund, an seinen Entscheidungen etwas zu kritisieren, wie beim Vertragsabschluss von Hudaibiyya, wo Omar sogar sagte “Bist du denn nicht Allahs Prophet
?”, und sich dann noch die Bestätigung von Abu Bakr hollen musste “ist der da nicht Allahs Prophet? “.
Wie kann man dann erwarten, dass die Stellung der Imame erkannt wurde? Den jetzigen Imam können wir “Normalsterbliche” nur durch seinen Vertreter erkennen.
wa salam
@Fatima
Danke dein Botschaft ist angekommen.neulich
wollte ich mit Autor des Buches in andere
Angelegenheit streiten “ohne dass ich wüsste”
er habe schon wichtige Beiträge geleistet wie Das Buch.
ich war verärgert über niedrige Teilnehmer am
Ghods/jerusalim Tag, da ich in Meinung bin
wenn man die Wichtigkeit dieser Tag wie Imam
khomeini es betonte verstanden hätte, wäre dann
mein Erwartung von 10.000 Teilnehmer nicht
zu hoch gewesen.Ich habe wahrscheinlich jemandem
dafür verantwortlich gemacht was ich nicht dürfte.