Aufruf zur Hoffnung

Alle Bestrebungen und Bemühungen und alles was der Mensch an Härten, Bitterkeiten und Schmerzen auf sich nimmt, tut er weil er Hoffnung darauf hat, dass etwas Besseres kommen wird. Er nimmt all die Schwierigkeiten bewusst auf sich, weil er auf ein besseres Morgen hofft. Mit der Hoffnung auf Morgen lebt der Mensch.

Die Mutter die unter Schmerzen ihr Kind gebärt, die Nächte aufbleibt, um ihr Kind zu stillen und all ihr Verzicht auf Ruhe. Der Vater der hart arbeitet und schuftet, um seiner Familie eine Versorgung zu gewähren. Der Bauer der unter Frost und der Bauarbeiter der unter Hitze arbeitet und sich müht, tut dies um ein besseres Morgen willen. Alle Schwierigkeiten, alle Pflichten, alle Schmerzen welches der Mensch erträgt und auf sich nimmt, so bitter sie auch sein mögen, tut der Mensch wegen der Hoffnung auf Morgen.Der einzige Beweggrund weshalb der Mensch strebt und sich bemüht ist die Hoffnung. Ohne Hoffnung würde der Mensch gar nichts tun. Er wäre zu nichts bereit. Der Gesandte Gottes Muhammad (s) sagt:

Die Hoffnung ist eine Gnade Gottes für meine Gemeinschaft. Wenn die Hoffnung nicht wäre, würde die Mutter ihrem Kind keine Milch geben und niemand würde einen Baum pflanzen. Die größte, höchste und geehrteste Hoffnung ist die Hoffnung auf die Barmherzigkeit und Güte Gottes und die größte Sünde ist der Zweifel an der Hoffnung auf die Barmherzigkeit und Güte Gottes.

Weil ohne eine erfreuliche Perspektive, wäre der Mensch nicht bereit ein Ziel anzustreben und sich darum zu bemühen. Es gäbe keine Arbeit, kein Voranschreiten. Nur wegen des Vorhandenseins der Hoffnung gibt es Fortschritt.

Der Geist Gottes, der Prophet Jesus – der Friede sei auf ihn – sah einen alten Mann mit einer Schaufel an einem Feld arbeiten. Jesus (a.) hob seine Hände in den Himmel und bat zu Gott: „Oh Gott, nimm diesen Mann die Hoffnung!“. Der alte Mann legte die Schaufel bei Seite, legte sich auf den Boden und fiel in einen tiefen Schlaf. Jesus (a.) hob erneut seine Hände gen Himmel und bat Gott: „Oh Gott, gib diesem Mann wieder Hoffnung!“. Der alte Mann stand auf, nahm die Schaufel erneut in die Hand und fuhr mit der Arbeit fort. Jesus (a.) ging zu den alten Mann und fragte ihn, weshalb er die Schaufel weglegte und mit der Arbeit aufhörte nach kurzer Zeit aber wieder die Schaufel zur Hand nahm und die Arbeit fortsetzte. Der alte Mann sagte: „Auf einmal fiel mir kein Grund ein weshalb ich mich abmühte und mich überkam eine Müdigkeit und schlief. Aber dann fielen mir meine unversorgten Enkel ein und dachte an ihre Zukunft und die Müdigkeit die mich überkam, verging.

Die Hoffnung auf Morgen macht den Menschen strebsam, macht ihn aktiv. Wer nämlich ohne Hoffnung ist wird sich um sein Morgen nicht kümmern. Ein Mensch ohne Hoffnung würde einem Toten unter Lebenden gleichen. Zweifelsohne besteht zwischen Strebsamkeit, Bemühen und Hoffnung ein enger Bezug. Strebsamkeit, Bemühung und Hoffnung sind Eins, sie stehen in einem engen symmetrischen Zusammenhang zueinander.

Je größer die Hoffnung in einem brennt, umso mehr Schmerz ist er in der Lage zu ertragen, desto mehr Leid erträgt er und die Bemühungen des Menschen werden stärker, je stärker die Hoffnung ist. Wenn die Hoffnung stärker ist als der Schmerz, als der Verlust, als das Leid so ist der Erfolg bereits vorprogrammiert. Die Hoffnung ist die Lebensenergie des Menschen.

Je stärker die Hoffnung im Herzen des Menschen ist, desto mehr ist er fähig zu Vertrauen. Hoffnung verleiht dem Menschen Ausdauer, Geduld, Standhaftigkeit. Hoffnung macht den Menschen robuster gegenüber Schmerz, Leid und Qual. Die Heiligkeit unserer Zeit, Imam Chamene’i sagt:

Standhaftigkeit ist verantwortlich für die Erfüllung aller Hoffnungen.

Mit dem Bemühen und der Strebsamkeit, mit Geduld und Standhaftigkeit gelangt man ans Ziel. Und die Hoffnung ist es die all dies in Bewegung setzt.

Ein Kranker der auf Heilung hofft wird die bitterste Medizin zu sich nehmen. Ein Blinder der darauf hofft in der Lage zu sein zu sehen, nimmt die riskanteste Operation auf sich. Ein Querschnittsgelähmter wird die langwierigste Therapie auf sich nehmen. Der Hungrige, der auf Sättigung hofft, wird alles dafür tun um wieder etwas zu Essen zu bekommen. Der Gefangene, der auf Freiheit hofft, wird alles dafür tun um Frei zu kommen. Ein Unterdrückter, der auf Gerechtigkeit hofft, wird Widerstand leisten und sich um Gerechtigkeit bemühen.

Die schlimmste Sünde, so heißt es im heiligen Koran, ist die Hoffnungslosigkeit. Wenn dem so ist, so ist der heilige Koran ein Brunnen der Hoffnung. Denn der heilige Koran verbietet nichts ohne eine Alternative anzubieten. So ist es selbst mit dem Glaubensbekenntnis: „Es gibt keine Gottheit außer Allah! (la ilaha ilallah)“. Zuerst werden alle Gottheiten negiert und abgelehnt: „Es gibt keine Gottheiten…“ nur bleibt es nicht nur bei der Ablehnung, eine Alternative folgt: „…außer Allah!

Einer der aus diesem Brunnen der Hoffnung geschöpft hat, war der geehrte Imam Chomeyni. In einem Land, welches von einem Tyrannen beherrscht wurde, in einem Land, in dem Unheil Selbstverständlichkeit war, erhob sich Imam Chomeyni und erschütterte das Fundament der Ungerechtigkeit. Dies missfiel den Tyrannen und er ließ Imam Chomeyni ins Exils verbannen.

Für seine Anhänger war Imam Chomeyni in Verborgenheit. Nur wenige hatten Kontakt zu ihm. Imam Chamene’i war einer der wenigen Treuen die Kontakt hatten. Imam Chamene’i brachte die Botschaften und Empfehlungen des Verborgenen zum Volk und das Volk tat alles was der Imam ihnen empfahl, um ihre Hoffnung zu stillen, die Verborgenheit von Imam Chomeyni zu beenden. Sie strebten und bemühten sich bis die Schreckensherrschaft sich davon machte und der Weg frei war für die Wiedererscheinung von Imam Chomeyni.

Dieselbe Person die uns die Empfehlungen, des sich im Exil befindenden Imam Chomeyni, überbrachte, empfiehlt uns dieses Jahr unsere Strebsamkeit und unser Bemühen zu verdoppeln. Die Strebsamkeit und das Bemühen bereitete den Weg zur Wiedererscheinung von Imam Chomeyni und die “doppelte Strebsamkeit und doppelte Bemühen” wird die Wiedererscheinung von Imam Mahdi (a.) bewirken, so Gott will!

Mit der Hoffnung auf Allahs Gnade und Barmherzigkeit können wir, herzerfüllt mit der Sehnsucht zum Imam, unser streben und bemühen verdoppeln. Mit dem Aufruf zur Hoffnung wird dies möglich sein, Inscha Allah.

Ein Artikel von Hassan Mohsen – Überarbeitung von Hessam Kordian

Erschienen in der Zeitschrift Muslim-Aktuell (8/2010 – 15. April 2010)

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  • Mohammad 28. Mai 2010 at 22:35

    “Je stärker die Hoffnung im Herzen des Menschen ist, desto mehr ist er fähig zu Vertrauen.”

    Nicht nur du Bruder Hessam, auch andere Brüder können so schreiben
    Ich danke dir für deine Unterstützung Bruder Hassan.

  • Salman Ali 2. Juni 2010 at 00:10

    Salam ‘Alaikum, ein wirklich schöner Artikel, masha’Allah. Lediglich ist der Titel “Imam” Khamene’i falsch, da Hazrat Ayatullah Khamene’i dies untersagt hat.

  • Hessam 2. Juni 2010 at 12:35

    As-salamu aleykum,

    @Salman Ali

    Wie kommst du darauf, dass der Imam-Titel “falsch” wäre und Imam Chamene’i diese Bezeichnung in Bezug auf sich untersagen würde?

    Wa alaikum as-salam

  • Salman Ali 2. Juni 2010 at 16:27

    @Hessam
    Salam ‘Alaikum,
    ich habe davor selbst immer Imam Khamene’i gesagt, bis ich eben jenes mitbekam. Ich habe gerade leider keine Quelle da, was aber besorgbar ist. Übrigens, achte auf die offiziellen Seiten von Hazrat Ayatullah Khamene’i. Oder den staatlichen iranischen Fernsehsendern. Du wirst nirgends die Betitelung “Imam” im Bezug auf Sayyed Ali Khamene’i hören. Wobei Imam Khomeini immer so angesprochen wird. Jedoch werde ich insha’Allah dir die Quelle bringen, wo Hazrat Ayatullah Khamene’i sich dazu äußert.

  • Br. Hassan 2. Juni 2010 at 17:18

    Salam,

    in der Verfassung der Islamischen Republik Iran gilt Imam Mahdi (aj.) als Oberhaupt. In Zeiten der großen Verborgenheit übernimmt der “Imam der Ummah” die Vertrettung bis zu dem Wiedererscheinen von Imam Mahdi (aj und das ist Imam Chamene´i.

    Ich wüsste nicht das Imam Chamene´i die Verfassung geändert hätte?!

    WaSalam

  • Sadik 2. Juni 2010 at 18:40

    Salamun alaikum

    Imam Khamenei ist sehr bescheiden und das ist der Grund, weshalb er einmal darum bat, nicht so genannt zu werden. In einem Lied wurde es behandelt: “Du möchtest, dass wir sagen ‘Sayyid Ali’, doch für uns bist du ‘Imam Khamenei’. Auch nennt er sich nicht “Hazrat Ayatollah”. Seine Briefe oder Botschaften unterschreibt er lediglich mit “Sayyid Ali Khamenei”. Das ist die Bescheidenheit unserer aufrichtigen Gelehrten. Aber wir nennen ihn Imam, weil er unser Imam ist.

    Wenn der Titel für Imam Khomeini richtig war, wieso dann nicht für Imam Khamenei? Wo liegt der Unterschied? Hat Imam Khomeini auf seinen Titel bestanden? Rafsanjani war es, der kurz nach der Rückkehr von Imam Khomeini (r) zu Allah (swt) sagte, dass niemand mehr den Titel “Imam” verdiene, außer Imam Khomeini. Dem widersprechen wir entschieden! Auch wenn die Iraner nicht Imam sagen, sagen wir Imam. Einmal hatte ein sehr guter Bruder, der ehemals in Deutschland aktiv war, einen Traum. Darin sah er Imam Khomeini und Imam Khomeini wies ihn an Imam Khamenei zu folgen in allen Bereichen. Der Bruder fragte, ob er ihm auch folgen soll, wenn er darum bittet, nicht “Imam” genannt zu werden. Imam Khomeini lächelte und sagte: “Nein, darin brauchst du ihm nicht zu folgen.” Nagut, den Traum hattest nicht du oder ich, sondern jemand ganz anderes.

    Im Iran gibt es immer mehr Menschen, die “Imam Khamenei” sagen. Der Trend zeigt, dass es mehr werden. Auch erste Zeitungen haben damit vor Kurzem angefangen. Ich habe nicht gehört, dass Imam Khamenei es ihnen verboten hat. Unter seinen engsten Anhängern sind Leute, die ihn so nennen. Ich habe nicht davon gehört, dass er sie deswegen gerügt hat. Wenn jemand nicht “Imam” zu ihm sagen will, warum auch immer, der braucht das nicht. Es gibt viele, die ihn ehren und respektieren und seinen Wert kennen und andere dazu aufrufen ihn zu befolgen, aber dennoch nicht “Imam” sagen. Das ist in Ordnung. Aber zu sagen “Der Titel ‘Imam Khamenei’ ist falsch”, ist eine Übertreibung.

    wassalam

  • Fatima 2. Juni 2010 at 20:56

    Assalamu alaikum

    Bruder Salman, wem schadet es, wenn wir “Imam Khamenei” sagen? Und wenn das Argument dafür ist, dass nur ein Masum als Imam angesprochen / bezeichnet werden darf, warum dann gab man Imam Khomeini den Titel “Imam”? Er war ja auch nicht ma´sum, wenn man so schon argumentiert.

    wa salam

  • Mohammad 2. Juni 2010 at 21:37

    Keiner von den 12 Imamen hat sich selbst Imam genannt. Sie haben immer ihren Vorgänger mit dem Imam-Titel geehrt. Im Iran beispielsweise stellt sich niemand mit Herr oder Frau … vor. Das macht man aus Höflichkeit nicht. Man wird vielmehr von anderen mit diesem Titel angesprochen.

    Ein iranisches Sprichwort besagt (sinngemäß): “Für den Respekt gegenüber einem Imamzadeh sorgt sein Vertreter/Verwalter.”, oder anders übersetzt: “Die Ehre eines Imamzadeh wird von seinem Vertreter/Verwalter geschützt.” Wenn Rafsanjani dieses Sprichwort kennen würde, müsste er allein aus Liebe zu Imam Chomeyni (r.a.) seinen Nachfolger (Imam Chamene’i) mit dem Imam-Titel ansprechen.

  • Salman Ali 3. Juni 2010 at 02:56

    As-Salamu ‘Alaikum,
    @Sadik
    Ich kenne diese Geschichte mit dem Traum, auch das Lied und die Meinung dazu. Doch so wie ich mich erinnere, ging es in dem Traum nicht um den Titel, sondern um die Marja’iyyah. Insha’Allah liest du das nach. Marja’iyyah kann natürlich nicht mit dem Titel verglichen werden. Agha Rafsanjanis Meinung ist natürlich interessant, ihm zu widersprechen aber euer Recht. Deshalb wird man dadurch nicht zum Ziel kommen. Hier geht es auch nicht um Bescheidenheit oder dergleichen. Und ob es im Iran welche gibt, die ihn so nennen oder nicht, tut hier auch nicht viel zur Sache. Ich sprach von offiziellen Seiten. Nehmen wir jedoch einmal die Aussage, dass Sayyed Khamenei nicht möchte, dass er so genannt wird. Warum sollten wir das tun? Was ist der Nutzen und der Schaden davon?

    Schwester Fatima fragte, wem es denn schadet? Nun, wem schadet es denn, wenn er nicht so genannt wird? Wenn Sayyed Khamenei dagegen ist, so genannt zu werden, muss es doch einen Sinn haben. Wenn es hier lediglich um Bescheidenheit gehen würde, dann hätte man das auch erkannt. Doch wir müssen uns Gedanken machen, ob es wirklich nur Bescheidenheit ist oder nicht. Ihn so zu betiteln könnte Schaden enthalten. Ich sah und sehe oft, wie durch diese Betitelung Kritik gegenüber Sayyed Khamenei und seinen Anhängern geäußert wurde. Ich sah auch viele die eine Opposition, sozusagen, gebildet haben und einen Punkt gegen Sayyed Khamenei und seine Anhänger dadurch fanden. Nun, hier kann man die Aussage bringen, dass diejenigen selbst auf dem falschen Pfad sind. Doch auch ist es so, dass man selbst Schuld ist, wenn man die Ungläubigen provoziert oder ihnen einen Grund gibt, unsere Heiligkeiten zu beleidigen oder über sie falsche Dinge zu äußern. Also ist die Frage, wem es schadet, damit zu beantworten, dass es den Anhängern schadet. Denn, wahren Nutzen gibt es nicht. Ändert es etwas an seinem Rang oder seiner Position, wenn er Imam genannt wird oder nicht? Wenn er selbst dies nicht hören möchte, warum sollte man ihm dies aufzwingen? Sayyed Khamenei hörte den Traum, eures Lehrers, doch selbst. Er akzeptierte die Marja’iyyah, und davor noch das Amt als Waly ul-Faqih. Doch dieser Titel hat rein gar nichts damit zu tun. Und seine Meinung darüber hat sich, auch dadurch, nicht geändert.

    Nach dem Sprichwort müsste aber dann der Vertreter von Sayyed Khamenei ihn so nennen, der ist jedoch nicht da. Im Endeffekt aber möchte ich hier mit keinem polemisieren oder gar darüber streiten. Denn mir sagte die sichere Quellen, dass Sayyed Khamenei dies untersagt, wenn dies also stimmt, dann wäre es falsch ihn so zu nennen. Das wäre also nicht übertrieben. Und wenn er es “lediglich” nicht möchte, dann wäre es besser ihn nicht so zu nennen. Denn ein wahrer Anhänger sollte das tun, was sein Rahbar von ihm verlangt. Ich erinnere mich an ein Zitat, aus einem Film, wo jemand sagte: “Du gibst ihm das was er verlangt, ich gebe ihm das was er braucht.” Und mit ihm ist hier Gott gemeint. Doch dies ist ein falscher Gedanke. Denn ich und insha’Allah wir alle sind überzeugt, dass was unser Rahbar verlangt, auch das ist was er braucht, mal von Allah selbst abgesehen. Jedoch, falls es kein Amr Maulawy oder Amr Irshadi von Sayyed Khamenei war, sondern “lediglich” das was er möchte, dann kann hier die Aussage “es ist falsch” natürlich nur bedingt treffend sein. Es wäre dann vielleicht auch übertrieben. Wie gesagt ging ich von der Untersagung dessen aus. Jedoch, egal ob es Amr Maulawy, Amr Irshadi oder “lediglich” das was er möchte war, in allen Fällen ist es besser seinem Wunsch folge zu leisten. Wenn er sagt, nenne mich nicht so, habe ich nur mit “zu Befehl” zu antworten.

    Aber! Versteht mich nicht falsch, ihr könnt ihn gerne so nennen. Dass ich dem gegenüber jedoch skeptisch bin, ist mein gutes Recht.

  • Zeynab ul Kubra 3. Juni 2010 at 16:21

    Bismillahe Rahmani Rahim,
    As Salamu Aleikum Wa Rahmatullahi Wa Barakatuh,

    Als Imam Sayyed Ali Khamanei zum Rahbar ernannt wurde, wollte er diese Stellung, Rang oder Verantwortung nicht auf sich nehmen. In dem folgendem Video kann man seine Reaktion ganz deutlich sehen:

    http://www.youtube.com/watch?v=ksoGwMgaQEQ&feature=related

    Irgendwie musste es einen Grund geben, weshalb er diese Entscheidung nicht akzeptieren wollte. Diese Entscheidung könnte man ihm doch nicht aufzwingen, oder? Diesen Vergleich finde ich relativ gut, denn es beantwortet die Frage: Ist es falsch, den Imam trotzdem Imam zu nennen?

    Solange es nicht haram ist, und das ist es sicherlich nicht alhamdulillah, sollte eigentlich kein Problem darin liegen. Hierbei geht es aber nicht darum, ob es haram ist oder nicht, sondern vielmehr, ob es Imam Khamanei wirklich nicht möchte. Wollen wir etwas tun, was unserem Rahbar nicht gefällt? Indemfall ist es irrelevant, ob er es aus Bescheidenheit sagte oder nicht. Es ist natürlich fraglich, ob er das wirklich gesagt hat oder nicht und ohne Beweise/Quellen, läuft erstmal gar nichts.

    Ich kann mich gut daran erinnern, dass viele Geschwister nicht nur seit kurzem gegen den Titel “Imam” sind, sondern seit einer längeren Zeit. Insha Allah kheir.
    Ich wollte nur kurz meine Meinung dazu äußern, wenn man insha Allah nichts dagegen hat. =)

    Eine Frage, die mich aber noch interessiert ist: Inwieweit können die Ungläubigen uns in dem Punkt kritisieren?
    Ist es nicht eher so, dass sie erst dann ein Kritikpunkt in der Shia finden, wenn sie sehen, dass es Personen gibt, die den Rang, Titel etc. etc. von Imam Khamanei, den Führer von Iran, kritisieren? (Bezieht sich nicht auf Br. Salman Ali)
    Wir sind es, die ihnen den Stoff zum Reden und Kritisieren geben. Wir allein…leider. Sie kennen unsere Schwachstellen und versuchen uns genau von dieser Stelle aus zu vernichten.
    Möge Allah (swt) die Rückkehr von Imam Mahdi beschleunigen.

    wa salam & Eltemase Dua

  • Sayed 4. Juni 2010 at 01:19

    Salam aleykum wa Rahmatullah Bruder Salman,

    eigenlich haben die Geschwister schon alles geschrieben. Hier nur noch ein anderer Denkanstoß:

    Du selbst schreibst:

    “Denn ein wahrer Anhänger sollte das tun, was sein Rahbar von ihm verlangt [...]”

    [...] dass was unser Rahbar verlangt [...]”

    übersetze doch einfach einmal das Wort “Rahbar” ins arabische. Heißt es denn nicht “Imam”? Rahbar ist lediglich das persische Wort dafür.

    Weiterhin könnten wir “Rahbar” oder “Imam” ins englische übersetzen, dann landen wir auf der offiziellen Seite von Imam Khamenei: http://www.leader.ir

    Ansonsten sollten wir nicht an Worten oder Titeln hängenbleiben, denn nichts kann den Rang des Wali al-Amril Muslimeen schmälern. Ob jemand ihn als Rahbar, Imam, Wali al-Amr anerkennt oder nicht, wird nichts an der Tatsache ändern, dass er der Befehslhaber aller Muslime ist.

    Wassalam aleykum wa Rahmatullah

  • Hessam 4. Juni 2010 at 15:50

    As-salamu alaikum,

    @ Salman Ali

    Nehmen wir jedoch einmal die Aussage, dass Sayyed Khamenei nicht möchte, dass er so genannt wird. Warum sollten wir das tun?

    Es nützt uns wenig darüber zu diskutieren, wenn Imam Chamene’i eine solche Aussage nie getätigt hat. Du solltest erst einmal eine Fatwa oder eine Aussage des Imams dazu veröffentlichen. Ansonsten diskutieren wir über ein unnötiges Thema.

    Wir sollten uns eher fragen: “Wer möchte, dass wir Chomeyni Imam nennen und Chamene’i nur Ayatollah bzw. nicht mal das?” Ist es nicht der Westen? Wer würde davon profitieren, wenn wir Imam Chamene’i so behandeln würden, wie alle anderen Gelehrten auf dieser Welt? Ist es nicht der Westen? Es war schon immer so, dass die Unterdrücker daran interessiert waren, die Vorbilder und Führungspersonen der Unterdrückten klein zu reden und ihre eigenen Marionetten mit Preisen und Titeln zu überhäufen.

    Erst vor wenigen Tagen bekam “Der Geehrte, Seine Königliche Hoheit Prinz Salman bin Abdulaziz Al-Saud” die Kant-Medaille verliehen. Von Imam Chamene’i würden sie nie so sprechen und wenn sie könnten, würden sie ihm auch den Ayatollah-Titel nehmen, wie sie es in der Vergangenheit bereits versucht haben. Aus deiner Sicht ist es vielleicht nur eine innerislamische Diskussion, aber für die Feinde des Islams steckt viel mehr dahinter.

    Wa alaikum as-salam

  • Salman Ali 5. Juni 2010 at 05:51

    As-Salamu ‘Alaikum

    @Zeynep

    Keiner hat ihn dazu gezwungen das Amt des Waly ul-Faqih anzunehmen. Er wurde eindeutig vom Majlise Khubrigan gewählt, das ist ein riesen Unterschied. Natürlich war er nicht begeistert von der Wahl, trotzdem akzeptierte er sie. Was bei dem Titel “Imam” etwas ganz anderes ist, wenn du meinen ersten Beitrag liest, dann siehst du auch, dass ich seine Reaktionen über die Positionen als Waly ul-Faqih und als Marja’ schon angesprochen habe.

    Nicht alles was wir unterlassen muss Haram sein, es muss nicht einmal Makruh sein. Haram und Makruh sind Begriffe aus dem Fiqh, sie sagen uns, ob wir eine Tat absolut nicht begehen dürfen, oder sie besser unterlassen sollten. Aber wir müssen bei gesellschaftlich-politischen Themen auch unseren Verstand einschalten, und vor allem; nachdenken! Im Gegensatz zur Ahl us-Sunnah gehört unser ‘Aql zu einem der vier Wege. Dass Sayyed Khamenei darum gebeten hat, nicht so genannt zu werden, ist bestätigt.

    Siehe Sadiks Beitrag:

    Imam Khamenei ist sehr bescheiden und das ist der Grund, weshalb er einmal darum bat, nicht so genannt zu werden. In einem Lied wurde es behandelt: “Du möchtest, dass wir sagen ‘Sayyid Ali’, doch für uns bist du ‘Imam Khamenei’.

    Der Zweifel lag hier jedoch am genauen Wortlaut. Also ob er es “lediglich” nicht möchte, oder ob es eine Form des Amrs (Befehl) war. Ja, es gab Geschwister die von Grund auf gegen den Titel Imam waren und sind. Sie nennen auch Imam Khomeini nicht Imam, ich gehöre, Alhamdulillah, nicht zu dieser extremen Richtung. Zu deiner Frage. Das mit den Ungläubigen war eine Veranschaulichung. In diesem Fall sind die “Anderen” natürlich keine Ungläubige. Ich meine diese “Oppositionen” die sich dadurch gebildet haben. Dass es an uns Shiiten selbst liegt, liegt auf der Hand.

    @Sayed
    Wir können peinlich genau die Unterschiede zwischen den Worten “Leader”, “Rahbar” und “Imam” diskutieren. Wir können auch gerne auf ihre Bedeutung im Kontext eingehen, doch wofür das alles? Ich denke Sayyed Khamenei kennt die Gründe und die Unterschiede sehr gut. Deshalb bat er auch, nicht “Imam” genannt zu werden. Rahbar oder Leader hat er nicht erwähnt. Wenn es denn das Selbe ist, so hätte seine Eminenz sicherlich nicht nur “Imam” erwähnt. Zum Beispiel sagte Br. Sadik oben, dass Sayyed Khamenei sich selbst auch nicht “Hazrat Ayatullah” nennt, doch auch darum geht es hier nicht. Hier geht es darum, dass er darum bat, ihn mit diesem einen Wort nicht anzusprechen. Wenn er das Selbe bei “Hazrat Ayatullah” gebeten hätte, so wäre ich seiner Bitte gefolgt. Und ich sagte ja, was wird es an seinem Rang und seiner Stellung ändern, wenn wir ihn nun “Imam” nennen oder nicht?

    @Hessam
    Zum ersten Abschnitt, siehe im Buch “Imam Khamenei” von Br. Yavuz nach, oder direkt im Beitrag von Br. Sadik.

    Hessamjan, hier geht es um ein einziges Wort. Um das Wort “Imam”. Auch ohne dieses Wort, können wir ihn respektabel ansprechen. “Seine Eminenz Hazrat Ayatullah al-’Udhma al-Waly ul-Amr al-Waly ul-Faqih as-Sayyed Ali al-Husseini al-Khamene’i” – Und das könnte man sogar noch länger verfassen. Das die westlichen Medien ihn nicht so nennen werden ist klar, aber auch “Imam” werden sie ihn nicht nennen. Sie nennen ihn Ayatullah Khamenei, doch was hat das zu bedeuten? Sind die westlichen Medien ein Maßstab für uns? Sind sie es überhaupt wert an dieser Stelle erwähnt zu werden? Meiner unwichtigen Meinung nach nicht. Außerdem, die Respektable Anrede von einem einzigen Titel abhängig zu machen, und hinter der ganzen Sache eine Verschwörung zu sehen ist für mich nicht nachvollziehbar. Ich leugne nicht, dass der Westen sehr stark gegen den Iran vorgeht, ob öffentlich oder im Geheimen. Aber einen Sayyed Khamenei stürzt man nicht, indem man die Leute davon abhält ihn Imam zu nennen.

    Aber dies alles sind eure Ansichten und Meinungen die ich respektiere. Wir können natürlich weitere Interpretationen herausgeben, eine nebenbei mal erwähnt. Als Agha Rafsanjani sagte, dass keiner nach Imam Khomeini mehr diesen Titel tragen soll, wer widersprach ihm damals? Wenn ihm keiner widersprach, dann waren die sich wohl einig. Nun, sagen wir, dass ihm einer widersprach, könnte der Grund für die Ablehnung dieses Titels, seitens Sayyed Khamenei, genau hier liegen? Als Rafsanjani sagte, dieser Titel bleibt eine Ehrung für Imam Khomeini, da waren sich alle einig. Nun kamen einige und nannten Sayyed Khamenei aber “Imam”, wäre das dann nicht Fitna im Iran? Müsste Sayyed Khamenei dann nicht darum bitten, nicht so genannt zu werden? Als er nun darum bat, galt es nur für Iran? Wie kann er der Waly der gesamten Ummah sein, wenn es nur für den Iran galt? Und wer versichert uns, dass dies in Deutschland keine Fitna verursacht? Ja, ich weiß, mal wieder die Fitna-Keule, wie es einmal Br. Hassan so schön sagte. Aber ich höre an dieser Stelle auf.

    Im Endeffekt sind all diese Aussagen nur Vermutungen, was uns als Tatsache übrig bleibt ist, dass Sayyed Khamenei selbst darum bat, nicht so genannt zu werden. Und dass damals viele/alle sich einig waren, dieser Titel dürfe nur noch für Imam Khomeini, als Ehrung, verwendet werden. Ich habe das Buch “Imam Khamenei” durchgelesen, und auch einen Artikel über dieses Thema, vom Autor des Buches. So habe ich mir jede Seite komplett angehört und mir meine Meinung gebildet. Jeder soll nun für sich selbst entscheiden.

  • Hessam 5. Juni 2010 at 22:02

    As-salamu alaikum,

    @ Salman

    Hessamjan, hier geht es um ein einziges Wort. Um das Wort “Imam”. Auch ohne dieses Wort, können wir ihn respektabel ansprechen.

    Beim Imam-Titel geht es auch nicht nur um Respekt. Der Titel hat eine Eigenbedeutung (Führer) und ist eine Ehrung und ein Bekenntnis. Von der politischen Dimension einmal ganz abgesehen. Hinter diesem Titel verbirgt sich eine eigene Philosophie in Bezug auf Führerschaft (wilaya). Es steht dir nicht zu den Blickwinkel auf dieses Thema einzuschränken auf einen einzigen Aspekt.

    Im Endeffekt sind all diese Aussagen nur Vermutungen, was uns als Tatsache übrig bleibt ist, dass Sayyed Khamenei selbst darum bat, nicht so genannt zu werden.

    Selbst wenn Imam Chamene’i darum gebeten haben sollte, ihn nicht so zu nennen, muss man den Zusammenhang sehen, in dem er diese Worte geäußert hat. Du deutest die Aussage ohne die Zusammenhänge zu berücksichtigen und die Zusammenhänge die dir bekannt sind, deutest du aus meiner Sicht falsch. Du setzt beispielsweise das Schweigen der Gelehrten gleich mit Akzeptanz.

    Imam Chamene’i wollte damals auch kein Wali al-Faqih werden, aber doch nicht weil er keine Verantwortung übernehmen wollte. Solche kontextfreien Interpretationen machen wenig Sinn. Für manche Aussagen und Reaktionen ist der Kontext von größter Bedeutung, ansonsten kann man die Philosophie dahinter nicht begreifen.

    Imam Chomeyni beispielsweise wollte auch nie, dass man ihm Wasser holt, aber seine Gefährten haben ihm trotzdem Wasser geholt. Können wir jetzt sagen, dass seine Gefährten ungehorsam waren? Das wäre absurd. Aus meiner Sicht spricht absolut nichts gegen den Imam-Titel, sondern ganz im Gegenteil, dieser Titel macht deutlich welche Stellung Imam Chamene’i für uns im Herzen hat. Ich kann auch langsam nicht mehr nachvollziehen, warum wir darüber diskutieren.

  • Zeynab ul Kubra 8. Juni 2010 at 21:52

    Bismillahe Rahmani Rahim,

    Es würde mich sehr interessieren, wenn der Bruder zeigen würde, wo er das “verboten” hätte. Auch die Quelle dazu. Möge Allah (swt) dich jetzt schonmal reichlich belohnen.

    Auf weiteres möchte ich nicht eingehen, da mein Beitrag nicht verstanden und nur auf einen Teil geantwortet wurde. Des weiteren hat eine Diskussion über ein Thema ohne Beleg kein großen Wert. Insha Allah kheir.

    w salam & Eltemase Dua insha Allah

  • azeristan 9. Juni 2010 at 15:24

    @ Salman Ali

    Rafsanjani ist keine Autorität und war es auch nie. Bei den letzten Wahlen im Iran hat er doch sein richtiges Gesicht gezeigt. Er unterstützt die Reformer und bereitet Imam Khamenei nur Probleme. Warum sollte sein Wort Gewicht haben? In dieser Welt wimmelt es nur von Gelehrten die irgendetwas sagen. Ja und? Wir müssen auch schauen, wer etwas sagt und ob das Gesagte einen Sinn macht. Für mich macht es gar keinen Sinn nur Imam Khumayni (r.a.) so zu nennen, denn Imam Khamenei hat diesselbe Stellung.

  • Mohammad 10. Juni 2010 at 20:21

    @Hessam

    Ich kann auch langsam nicht mehr nachvollziehen, warum wir darüber diskutieren.

    Ich kann es auch nicht nachvollziehen, aber es gehört einfach zur Meinungsfreiheit. Ich persönlich kenne immer noch nicht die Namen der 12 Imame in der richtigen Reihenfolge, aber wie du bereits sagtest: “Wen gefallen wir, wenn wir Ayatollah Chamene’i nicht mehr Imam nennen?” Natürlich dem Westen.

  • Salman Ali 11. Juni 2010 at 00:19

    as-Salamu ‘Alaikum,
    Allah kennt meine Absicht. Ich schrieb meinen ersten Kommentar nicht, um irgendeine Person zu verletzen, falls dies geschah, verzeiht mir. Da ich ebenfalls nicht die Absicht hatte, mit euch zu polemisieren, werde ich nicht mehr auf eure Beiträge eingehen. Jeder drückt seine Liebe anders aus, ich sehe diesen Weg als richtig. Ich habe schon zwei Beiträge verfasst, es kamen keine Fragen, sondern nur Widerlegungsversuche. Das ist auch euer Recht, aber damit fehlt nun der Sinn, eine weitere Antwort zu verfassen. Dadurch ist es nämlich nicht mehr die Suche nach dem Richtigen. Nein, somit ist es nur noch ein Kampf. Wer jedoch Interesse hat, oder Fragen, dem werde ich eine Antwort nicht vorenthalten.

    Einen Punkt möchte ich jedoch gerne erwähnen, da dies doch zu Amr bil Ma’ruf gehört. Agha Rafsanjani wurde von Maqame Moazame Rahbari selbst verteidigt, dabei ist es irrelevant aus welchen Gründen. Sagt mir, mit welchem Recht reden wir nun über ihn? Sayyed Khamenei selbst verurteilt ihn nicht, nein ganz im Gegenteil, aber ihr tut es. Alhamdulillah hat Sayyed Khamenei wahre Anhänger.

    Allah möge unsere Herzen öffnen, Allah möge uns zu den wahren Anhängern der A’imma und der großen Gelehrten zählen.

    Kheir insha’Alllah,
    uas-Salamu ‘Alaikum

  • Hessam 11. Juni 2010 at 01:22

    As-salamu alaikum,

    @Salman Ali

    Ich respektiere deine Meinung, aber ich kann deinen Einwand nicht verstehen. Vielleicht könntest du kurz auf die folgende Frage eingehen: “Welche Nachteile bringt es mit sich, wenn wir den Imam-Titel für den Statthalter der Rechtsgelehrten (Wali-ul-Faqih) benutzen?”

    Einen Punkt möchte ich jedoch gerne erwähnen, da dies doch zu Amr bil Ma’ruf gehört. Agha Rafsanjani wurde von Maqame Moazame Rahbari selbst verteidigt, dabei ist es irrelevant aus welchen Gründen. Sagt mir, mit welchem Recht reden wir nun über ihn? Sayyed Khamenei selbst verurteilt ihn nicht, nein ganz im Gegenteil, aber ihr tut es.

    Das ist nicht richtig. Nach den letzten Wahlen hat Imam Chamene’i einige “Persönlichkeiten” der Reformer kritisiert und darunter war auch Herr Rafsanjani. Im Iran stehen einige seiner Familienmitglieder unter Verdacht die Revolten mitorganisiert zu haben. Die Kritik an seiner Person war immer sehr deutlich.

    Kritik an einen Gelehrten wird im Islam zur Pflicht, wenn dieser vom geraden Weg abweicht und die Menschen in die Irre führt. Es ist kein Widerspruch, sondern integraler Bestandteil des Prinzips Gutes gebieten und Schlechtes verwehren. Imam Chomeyni (ra) sagte auch: “Das, was dem Islam durch Geistliche ohne Gottesehrfurcht angetan wurde, ist ihm wohl niemals von irgendjemandem der Allgemeinbevölkerung zugefügt worden.”

    Es ist auch keinesfalls irrelevant aus welchen Gründen Imam Chamene’i einen Politiker (z.B. Rafsanjani) verteidigt. Du interpretierst (wieder einmal) eine Handlung von Imam Chamene’i ohne den Gesamtzusammenhang zu sehen und die Hintergründe zu analysieren. Mit der selben Logik behaupten einige Muslime bis heute, dass alle Sahaba rechtschaffen wären, wobei sie sich auf einen Koranvers beziehen und den Kontext und die Umstände vollkommen außer acht lassen.

    Wa alaikum as-salam

  • Mohammad 18. Juni 2010 at 22:02

    Die Kommentare machen überwiegend deutlich, dass wir Respekt haben müssen vor Ayatullah Imam Chamene’i. Diesen Respekt habe ich lange vermisst, aber dank dem Einsatz von Bruder Hessam (und anderen) verändert sich die Situation. Es gibt auch Menschen die Wilayat-ul-Faqih für überflüssig halten. Diese Leute kann man in zwei Gruppen einordnen. Die einen sind Feinde und die anderen sind einfach nur besorgt, weil sie Angst vor einem Amtsmissbrauch haben. Aber weder Imam Chomeyni, noch Ayatullah Imam Chamene’i haben bisher ihren Posten missbraucht. Sie haben viel geleistet für die Stabilität des Iran und ich bin darüber sehr froh.

    Ich danke euch allen für eure Bemühungen. Euer Bruder Mohammad.

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