Allah hat uns gesegnet mit moralischen und ethischen Werten. Diese Werte wurden durch die Propheten vervollständigt. Allah schickte uns Seine Gesandten, damit sie uns zeigen, wie wir uns zu verhalten haben in dieser Welt. Der heilige Prophet sagt: „Ich bin geschickt worden, um eure moralischen Werte zu perfektionieren.“ Das bedeutet, dass der Prophet für uns das beste lebende Beispiel für Moral ist. Allah sagt im Quran: „Wahrlich, ihr habt an dem Gesandten Allahs ein schönes Vorbild für jeden, der auf Allah und den Letzten Tag hofft und Allahs häufig gedenkt (33:21).“ Wir müssen versuchen Vorbilder zu sein für unsere Mitmenschen, genauso wie der Prophet Vorbild für uns ist.
„O ihr, die ihr glaubt, kommt nicht Allah und Seinem Gesandten zuvor, und fürchtet Allah. Wahrlich, Allah ist Allhörend, Allwissend (49:1).“ Dieser Vers ist das Fundament der islamischen Moral. Das ist sozusagen die Wurzel unseres moralischen Systems. Moral und Sittsamkeit spielen auch in vielen anderen Religionen, eine wichtige Rolle. Alle Religionen haben Halal und Haram. Aber im Islam bestimmt Allah was Halal ist und was Haram. Der Mensch ist nicht in der Lage auf dem höchsten Level ein ethisch moralisches Konstrukt zu errichten und zu bestimmen was gut und was schlecht ist. Weil derjenige der es aufschreibt, selber miteinbezogen ist. Die Sichtweise des Menschen ist beschränkt und endet dort, wo sein Wissen aufhört. Wenn wir jemanden folgen, dessen Sicht beschränkt ist, tauchen unweigerlich in unserem ethischen Konstrukt Fehler auf. Moralische Werte müssen zeitlos sein. Moralische Werte können auch nicht durch die Gesellschaft bestimmt werden, auch wenn die Sicht der Gesellschaft viel größer ist, als die Sicht eines einzelnen Menschen. Gestern hat die Mehrheit in einer Gesellschaft beschlossen, dass z.B. Klonen schlecht sei und morgen wird vielleicht die Minderheit, die Mehrheit stellen und Klonen wird als etwas Gutes betrachtet werden. Kurz: Moralische Werte dürfen nicht schwanken.
Das Urteil der Mehrheit ist Ort und Zeit gebunden. Ein Beispiel dazu: Heute gilt Kannibalismus als ein Verbrechen und die Mehrheit der Gesellschaft sieht es als etwas Schlechtes an. Kannibalismus ist demnach schlecht. Kannibalismus war immer schon schlecht, aber es gab Gesellschaften die Kannibalismus für etwas Gutes hielten. Es gab Gesellschaften in denen wöchentlich ein Mensch aus der Gemeinschaft geopfert wurde für Gott. Die Azteken in Südamerika sahen es als eine Ehre an, Gott Menschenopfer zu bringen. Sie rissen ihren Opfern die Herzen heraus und opferten es ihren Göttern. Heute betrachten wir diese Tat als etwas Schlechtes und Schändliches. Damals war es nicht nur etwas Gutes, sondern ein heiliger Akt. Wie kann so was sein? Wie können wir heute behaupten, wie wären zivilisiert und die damaligen Gesellschaften wären ungebildet? Was ist, wenn das was wir heute als Gut betrachten, morgen als Schlecht betrachtet wird? Wir behaupten die Azteken wären Barbaren, aber wie werden uns die zukünftigen Gesellschaften betrachten? Was wenn man uns später für Barbaren hält?
Wenn die Mehrheit bestimmt, was gut und schlecht ist, haben wir kein Recht zu behaupten Kannibalismus wäre schlecht!!! Wir müssten sogar unsere Meinung über den Kannibalismus ändern, wenn heute oder in Zukunft die Mehrheit diese Handlung als etwas Gutes betrachtet. Jede abscheuliche Tat wie z.B. Mord, Vergewaltigung, usw. könnte durch die Mehrheit für Gut erklärt werden. Das ist absolut absurd. Wir sehen, dass Halal und Haram nicht von den Menschen bestimmt werden kann.
Anmerkung: Frei übersetzt und ergänzt von Mahdiyar. Dieser Artikel orientiert sich an einem Vortrag von Hasanain Rajabali.







