Der Stellenwert des Sports im Islam

Manchmal wenn wir in den Zeitungen blättern, lesen wir erfreuliche Nachrichten über Siege der Jugend bei Sportwettkämpfen auf internationaler Ebene. Die enthusiastischen, fleißigen und starken Jugendlichen bringen durch ihr Erscheinen auf verschiedenen internationalen Szenen Freude und Sieg für ihre Länder. Zweifelsohne füllen erfolgreiche Jugendliche die Herzen mit Hoffnung und begeistern die Mitbürger. (…)Soziologen sind der Meinung, dass man in Anbetracht des maschinellen Alltags und der Zunahme der Freizeit den Sport als ein erwünschtes Mittel für eine gesunde Unterhaltung und Entspannung der Menschen einsetzen kann. Der Sport stellt eine der wichtigsten und bei der Jugend beliebten Aktivität dar, die ihr bei der Bewerkstelligung ihrer Bedürfnisse zum Erfolg verhilft. Auch sind Experten der Auffassung, dass viele Grundsätze der Erziehung durch geeignete körperliche Übungen besser suggeriert werden können und die Jugendlichen sich diesbezüglich viel leichter beeinflussen lassen.

Coubertin schreibt in seinem Buch „Pädagogik und Sport: „Der größte Dienst, den der Sport für die Jugend leisten kann, besteht im Schutz vor sozialen Schäden und der Gesundung der Gesellschaft, allerdings nicht bei Vorhandensein von Unwissenheit und Ahnungslosigkeit, sondern bei voller Nüchternheit.“

Avicenna, der große iranische Philosoph schreibt in seinem Buch Kanon: „Der Sport stellt eine Bewegung dar, die dem Willen folgt. Beim Sport wird tief und aufeinander folgend eingeatmet und wenn es einem gelingt, nach einer richtigen und geeigneten Methode, gemäßigt und zu einer geeigneter Zeit Sport zu treiben, kann man sich Krankheit und deren Heilung ersparen.“ Aus diesem Grund lässt sich sagen, dass wenn durch Deckung der Bedürfnisse eine gute Lebensführung ermöglicht wird, dadurch auch die Gesundheit des Körpers durch Sporttreiben garantiert wird, was für eine seelische, psychische und geistige Gesundheit sorgt.

Der Sport stellt den Feind der Langeweile, Faulheit und Trägheit dar und führt zur Fröhlichkeit. Sportliche Bewegungen stärken das Potenzial des Menschen zur Erledigung seiner eigenen und gesellschaftlichen täglichen Arbeit. Glücklicherweise begrüßt die Jugend heute den Sport. Aber ein wichtiger Punkt besteht im Zweck des Sports. Wenn der Sport mit einem falschen Ziel verfolgt wird, verliert er seinen Wert und Sinn. Bisweilen ziehen Sportfunktionäre, Politiker bzw. Investmentgesellschaften vom Sport und den Sportlern zwecks Sicherstellung ihrer Interessen Nutzen. In Wahrheit nehmen sie sie unter Vertrag. Hervorrufung einer geistigen Brutalität und feindseliger Begegnung ist einer der Kunstgriffe, die man ab und zu auf der Szene der Wettkämpfe beobachten kann, wobei manchmal den Sportlern ernsthafte Schäden zugefügt werden oder dies sogar zu ihrem Tod führen kann. Nach Auffassung von Will Durant kann kein Argument eine Wertlosigkeit des menschlichen Lebens auf diesen Szenen rechtfertigen.

Der zunehmende Einfluss von Unternehmen und Werbefirmen auf die Atmosphäre des Profi Sports hat Konstellationen geschaffen, zu deren unwiderlegbaren Folgen in verschiedenen Dimensionen die Abweichung von den menschlichen Grundsätzen und die Besudelung gehören. Noch dazu propagieren diese Unternehmen auf den Sportplätzen für verschiedene Sorten ihrer schädlichen Produkte wie Zigaretten und alkoholische Getränke. So ziehen sie von den Sportlern im Einklang mit ihren Zielen Nutzen. In einen Entwicklungsland sagte die Mutter von zwei 19 und 23 jährigen Jugendlichen: „Ich fordere die zuständigen Personen auf, bevor sie den Sportgeist in den Jugendlichen pflegen, sollten sie den Geist des Edelmuts in ihnen stärken. Denn der Organismus der Jugendlichen ist dermaßen, dass sie durch Sporttreiben stärker werden, was dazu führt dass sie dann zu Hause dreister werden und sich ungebührlich verhalten. Der Sport hat im Islam eine über die Körpererziehung hinausgehende Pflicht, zu dem auch die Erziehung des Geistes gehört.

Starksein stellt im heiligen Koran ein Privileg dar. Moses, Friede sei mit ihm, wird als ein starker junger Mann bekannt und Gott fand ihn für würdig, sein Wesen mit Weisheit und Wissen zu erleuchten. Der Gesandte Gottes sagte in diesem Zusammenhang: „Gott liebt sein starkes Geschöpf.“ Eines Tages ging der Prophet des Islam an einer Stelle vorbei. Da sah er eine Anzahl Jugendliche, die einen Stein, der Heldenstein genannt wurde aufheben wollten und die Absicht hegten, den stärksten Jugendlichen unter sich zu wählen. Der Gesandte Gottes brachte seine Freude zum Ausdruck und sagte zu ihnen: „Wollt ihr, dass ich euer Schiedsrichter werde?” Die Jugendlichen begrüßten mit Freude die Präsenz des Propheten. Dann sagte der Gesandte Gottes: „Der Stärkste von euch ist derjenige, der wenn er zufrieden und froh ist, diese Zufriedenheit ihn nicht zu unrechtmäßigen Taten verleitet und wenn er zornig ist, er trotzdem die Wahrheit sagt und wenn er an die Macht gelangt, nichts Unrechtes tut.“

Imam Baqir, Friede sei mit ihm, empfiehlt gesunde und nützliche Sportarten und sagt: „Der Gesandte Gottes veranstaltete Pferderennen und zahlte selber die Preise.“ Wenn man den Sport nicht nur als Körpererziehung in Betracht zieht, so werden junge Sportler auch einen gesunden Geist erhalten, der sie vor der Aufmerksamkeit auf unkluge Genüsse und Sinnestaumel schützt. Solche Jugendliche sind aus psychischer Sicht nicht verzweifelt und leiden unten keinen Depressionen. Sie nutzen die Begeisterung und Lebensfreude ihrer Jugend voll und ganz. Sie sind ein Beweis für den Spruch von großen Männern, dass sich der „gesunde Verstand in einem gesunden Körper befindet”.

Die traditionellen und altertümlichen iranischen Sportarten stellen typische Beispiele für solche Sportarten dar. Bei diesen Sportarten lernen die Sportler neben den körperlichen Übungen auch den moralischen Edelmut und die Freigiebigkeit. Die Helden dieser Sportarten genießen auch das Vertrauen der Bevölkerung. Sie besitzen abgesehen von einem starken Körper auch einen starken Willen sowie Tapferkeit.

Der Islam fordert die Jugendlichen auf, durch Sportarten wie Schwimmen, Pferderennen und Schießen zu erstarken und wenn sie eine gute Geschicklichkeit erlernt haben, wie ein Baum zu handeln, der je mehr Früchte er trägt, sich umso mehr beugt. Wenn ein so eingestellter Regattasportler sieht, dass sein Rivale am Ertrinken ist, verzichtet er aus Menschenliebe auf seinen Rang beim Wettkampf und bemüht sich, diesen zu retten. Dies ist nichts anderes als Moral im Sport, die in unserer Zeit allmählich verblasst ist. Wir hoffen im Hinblick auf die Aufmerksamkeit auf die Rolle des Sports in der Jugendzeit Zeugen der Gesundheit und Fröhlichkeit der jungen Generation sein zu können.

Mit freundlicher Genehmigung der staatlichen Rundfunkgesellschaft des Iran (IRIB): http://german.irib.ir/

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  • Miroslav 14. November 2008 at 10:24

    Der Islam deckt wirklich alle Lebensbereiche ab. Sport ist ein Segen für Körper und Geist. Wer nicht nachdenken kann, sollte erstmal einige Runden laufen gehen, denn Sport löst Gedankenblockaden.

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