Das Beten ist eine der besten und schönsten Möglichkeiten, mit dem in Verbindung zu treten, der uns erschaffen hat. Einmal wurde der Prophet gefragt: „Ist Gott nahe, so dass ich leise zu ihm beten und ihn preisen kann oder ist er weit weg und ich muss ihn mit lauter Stimme rufen?“ Der Prophet wollte gerade antworten, als ihm plötzlich ein Koranvers eingegeben wurde. Dieser erhielt eine Antwort auf diese Frage, die für alle Zeiten für die Gottesanbeter gilt. Und sich im 186. Abschnitt der 2. Sure verewigte:
„Und wenn dich meine Diener über mich fragen, sag: Ich bin sehr nahe und erhöre, das Gebet des Betenden, wenn er mich ruft. Sie sollen auch auf mich hören und an mich glauben, damit sie den rechten Weg gehen.“
Der Prophet des Islam hat gesagt: „Die Schwächsten sind die, die nicht zu Gott beten und ihn nicht anbeten können und sich selbst diesen großen Segen vorenthalten.“
Wenn sich der Mensch einerseits seiner vielseitigen Abhängigkeit und Bedürfnisse bewusst wird, und andererseits daran glaubt, dass Gott auf nichts und niemanden angewiesen und einzigartig ist, wird er versuchen, dieser Quelle alles Guten und der Reinheit näher zu kommen und alles zu tun, um seine Zufriedenheit zu gewinnen. Der Mensch braucht Gott im ganzen Leben. Das verspürt er insbesondere, wenn er in Not ist, und Sorgen ihn plagen. In solchen Augenblicken spürt er deutlich das Bedürfnis nach der Barmherzigkeit Gottes und so beginnt er zu beten.
Johann Eckhart, bekannter deutscher Philosoph hat gesagt: „Fragen sie, warum wir beten? Warum wir fasten? Und warum wir gute Werke tun? Ich antworte wie folgt: durch diese Handlungen erfährt unsere Seele dank göttlicher Huld, eine Wiedergeburt. Oftmals sind wir Zeuge, dass die Gebete von vielen nicht erhört werden und ihre Wünsche nicht in Erfüllung gehen. Doch alle Gebete, die aus aufrichtigem Herzen kommen, werden von Gott beachtet. Der Prophet des Islam hat gesagt: Jeder der zu Gott betet und in seinem Gebet nicht um Sündiges bittet, dem wird eines von drei Dingen zuteil: Entweder wird sein Gebet unmittelbar erhört, oder es wird in der kommenden Welt gespeichert oder durch sein Gebet wird ein bitteres Ereignis und ein Leid von ihm ferngehalten.“
Ein großer Mystiker namens Ibrahim Adham wurde einmal gefragt: “Warum werden unsere Wünsche nicht erfüllt, wenn wir beten?” Er gab zur Antwort: „Weil ihr Menschen, Gott erkannt habt, aber seine Gebote im Leben nicht anwendet. Ihr ehrt den Propheten, aber ihr nehmt ihn euch nicht zum Vorbild im Leben. Ihr habt den Koran erhalten, aber ihr führt seine Anweisungen nicht durch. Ihr glaubt an das Paradies, aber ihr gebt euch keine Mühe, es zu erreichen. Ihr kennt Satan, aber ihr bekämpft ihn nicht, sondern gehorcht ihm.“
Quelle: IRIB – Das deutsche Programm








salam
Ich bin begeistert! Wie wunderschön die Aussage doch ist: Das Gebet ist ein Segen und die schwächsten sind die denen dieser Segen vorenthalten ist (wohl durch ihre schlechten Taten).
Danke Dir!
Ya Hagh
Das Gebet ist die Himmelfahrt des Gläubigen. Möge Gott unsere Gebete erhören und uns zu sich erheben.