Die islamische Frauenbekleidung (hidschab) im Koran

Der Begriff Hidschab heißt übersetzt Verhüllung und bezeichnet die islamische Frauenbekleidung. In Deutschland wird der Ausdruck meist fälschlicherweise nur auf das Kopftuch begrenzt. Doch nach islamischer Definition umfasst der Hidschab den kompletten Schambereich (aura) der Frau, d.h. den gesamten weiblichen Körper mit Ausnahme des Gesichts und der Hände. Darüber hinaus wird im Koran, der göttlichen Himmelsschrift der Muslime, auch das hidschabkonforme Verhalten beschrieben, doch dazu später mehr.

Bevor wir in die eigentliche Thematik einsteigen, sei angemerkt, dass es im Islam Verhüllungsgebote für beide Geschlechter gibt (siehe Link). In diesem Artikel jedoch wollen wir uns nur mit den Verhüllungsgeboten für die muslimische Frau (muslima) beschäftigen. Dazu analysieren wir zwei zentrale Verse im Heiligen Koran, die über die islamische Frauenbekleidung (hidschab) und das hidschabkonforme Verhalten handeln.

Vers 24:31

Im Koran lesen wir: „Und sprich zu den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren und ihren Schmuck (zinat) nicht zeigen – bis auf das, was davon sichtbar sein darf (ma zahar minha), und dass sie ihre Kopfbedeckungen (chumur) um ihre Halsausschnitte (dschujub) ziehen und ihren Schmuck niemanden zeigen außer ihren Ehemännern, ihren Vätern, (…). Und sie sollen ihre Füße nicht so stampfen, sodass bekannt wird, was sie von ihrem Schmuck (zinat) verbergen. Und wendet euch allesamt reumütig wieder Allah zu, oh ihr Gläubigen, auf dass ihr erfolgreich seiet.“


Zinat – Alle Hilfsmittel die der Mensch nutzt, um sich damit zu verschönern, wie beispielsweise Schmuck, Kosmetika, Accessoires, Kleidung, (…).

Ma zahar minha – Dieser Satzteil (… was davon sichtbar sein darf …) bezieht auf das Gesicht und die Hände. Eine Muslima muss ihren kompletten Körper bedecken mit Ausnahme des Gesichts und der Hände.

Chumur (plural von Chimar) - Kopfbedeckungen, wie beispielsweise Kopftücher.

Dschujub (plural von Dschayb) – Halsausschnitte/Dekolletés. Vor der Offenbarung des obigen Verses bedeckten die Frauen ihren Halsbereich nicht. Die Halsausschnitte waren teilweise sehr tief geschnitten.


Erklärung zu Vers 24:31 und ergänzende Informationen

Allah beschreibt in diesem Vers, wie sich Frauen gegenüber Nicht-Mahram-Verwandten (ghayr-mahram) [1] verhalten sollen. Dabei wird deutlich, dass das sittsame Verhalten ein wichtiger Teil der islamischen Frauenbekleidung ist. Aus dem zitierten Vers lassen sich zunächst sechs Verhaltenspunkte ableiten:

Frauen sollen ihre Blicke senken; Frauen sollen ihre Keuschheit wahren und nicht zum Blickfang werden, indem sie ihren Schmuck zeigen; Frauen sollen ihren kompletten Körper bedecken (mit Ausnahme der Hände und des Gesichts); Frauen sollen mit ihren Kopfbedeckungen/Kopftüchern ihren Halsbereich bedecken; Frauen dürfen ihren Schmuck nur ihren Mahram-Verwandten (mahram) [1] zeigen; Frauen sollen ihre Füße nicht auf den Boden stampfen, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

Zusammengefasst können wir sagen, dass eine muslimische Frau (muslima) die Triebe und Gelüste fremder Männer nicht reizen soll. Mimik, Gestik und das gesamte Verhalten sollen nicht dazu eingesetzt werden, um unnötigerweise Aufmerksamkeit zu erwecken. Die muslimische Frau soll weder Nicht-Mahram-Verwandten (ghayr-mahram) [1] die Gelegenheit geben, um mit ihr zu flirten, noch soll sie selber durch Liebelei für eine sexuelle Spannung sorgen. Daher empfiehlt Allah den Frauen ihre Blicke zu senken und ihre Reize zu bedecken.

Gesichtsschleier (niqab) und Handschuhe im Islam

Das Bedecken des Gesichts und der Hände ist nicht verpflichtend, aber empfohlen (mustahab) und in einigen Situationen sogar verpflichtend (wadschib). Sollten beispielsweise die Hände verziert (z.B. durch Henna) und das Gesicht geschminkt (z.B. durch Make-up) oder verschönert worden sein (z.B. durch das Zupfen der Augenbrauen), müssen auch diese Körperstellen (z.B. durch Handschuhe und das Tragen eines Gesichtsschleiers [niqab]) unter bestimmten Vorraussetzungen bedeckt werden.

Diese Körperstellen zählen dann nämlich zu den Schmuckbereichen (zinat) der Frau, die bedeckt werden müssen. Genauere Informationen zu diesem Thema findet man in den religiösen Regelwerken (risala) der Vorbilder der Nachahmung (maradschi-at-taqlid).

Vers 33:59

Im Koran lesen wir: „Oh Prophet! Sprich zu deinen Frauen, Töchtern und Frauen der Gläubigen, sie sollen ihre Übergewänder (dschilbab) reichlich über sich ziehen (yudnina ‘alay-hinna …). So ist es am ehesten gewährleistet, dass sie erkannt und nicht belästigt werden. Und Allah ist Allverzeihend, Barmherzig.“


Dschilbab (plural Dschalabib) – Das Wort bezeichnet ein weites Kleidungsstück, das den kompletten Körper bedeckt. Es ist vergleichbar mit einem Tschador, der als äußeres Gewand über das Kopftuch und die Kleidung getragen wird. Der Dschilbab sollte nicht verwechselt werden mit dem Chimar (Kopfbedeckung/Kopftuch), der zusammen mit der restlichen normalen Kleidung zum inneren Gewand gezählt wird.

Yudnina ’alay-hinna … - Dieses Satzteil heißt soviel wie „nah bringen“ und bezieht sich auf den Dschilbab.


Erklärung zu Vers 33:59 und ergänzende Informationen

In diesem Vers wird die richtige Art und Weise des Tragens beschrieben. Allah befiehlt Prophet Muhammad (Friede sei mit ihm) zuerst seine Frauen und Töchter und danach die gläubigen Frauen über den Hidschab aufzuklären. Sie sollen ihre Übergewänder (dschalabib) nicht nach Belieben tragen, sondern körpernah. Der Wind soll nicht die Möglichkeit haben ihre Gewänder anzuheben, sodass ihre Körperformen, ihre Schmuckgegenstände, (…) darunter sichtbar werden.

Schutz, Sicherheit und Frauenrechte durch den Hidschab

Am Ende des Verses wird ein wichtiger Grund für das Tragen der islamischen Frauenbekleidung angegeben: Die Frauen sollen ihren Körper verhüllen, damit sie als sittsame Frauen wahrgenommen und nicht belästigt werden.

In der vorislamischen Zeit wurden Frauen nämlich sehr schlecht behandelt. Die Männer dominierten die Gesellschaft und belästigten die Frauen nach Lust und Laune. An dieser negativen Entwicklung hatten viele Frauen Mitschuld, die sich freizügig kleideten und ihre Reize offen zur Schau stellten.

Deshalb sagt Allah im Koran (33:33) über das hidschabkonforme Verhalten: „ … stellt euch nicht zur Schau wie in der Zeit der früheren Unwissenheit!“

Durch das Verhüllungsgebot (hidschab) sollten die muslimischen Frauen geschützt werden. Die islamische Frauenbekleidung erleichterte die optische Unterscheidung zwischen sittsamen muslimischen und unsittsamen Frauen. Aufdringliche Männer konnten so deutlich erkennen, dass Frauen mit korrektem Hidschab Muslimas waren. Sie hielten sich von ihnen fern und belästigten sie nicht weiter, da sie wussten, dass Muslimas nichts vom Flirten hielten. Macho-Sprüche und lustvolle Blicke würden von diesen Frauen nicht erwidert werden.

Der Hidschab trug wesentlich dazu bei, dass muslimische Frauen eine bessere gesellschaftliche Akzeptanz erfuhren. Der Islam schenkte den Muslimas ein neues Selbstwertgefühl. Sie wurden zunehmend respektiert, weil sie ihre Reinheit und Keuschheit bewahrten und sich gegen die Diskriminierung ihres Geschlechts wehrten.

Zusammenfassende Analyse der Koranverse 24:31 und 33:59

Eine muslimische Frau bedeckt ihre Kopfhaare, ihren Hals- und Brustbereich mit einem Chimar (Kopftuch/Mütze/Hut/…) und ihren restlichen Körper mit normaler Kleidung. Über dem Chimar und der normalen Kleidung trägt sie als Übergewand einen schlichten Dschilbab (Tschador/Abaya/…), um ihre Körperkonturen, ihren Schmuck, (…) zu bedecken. Die Hände und das Gesicht dürfen unbedeckt bleiben, es sei denn ihre Bedeckung stellt eine Notwendigkeit dar [2].

Freie Kleiderwahl bei Einhaltung der Kriterien

Der Islam schreibt keine bestimmten Kleidungsstücke vor. Eine muslimische Frau muss nicht unbedingt als Kopfbedeckung (chimar) ein Kopftuch und als Übergewand (dschilbab) einen Tschador tragen. Sie kann stattdessen auch eine Wollmütze, einen Schal und einen Mantel tragen. Bei der Kleiderwahl ist die Frau vollkommen frei, solange die Kriterien der islamischen Bekleidungsvorschriften eingehalten werden.

So ist es nicht verwunderlich, dass man im Iran als Dschilbab den Tschador, in Afghanistan den Tschaderi, in arabischen Ländern die Abaya, in Pakistan den Parda und in afrikanischen Staaten den Buibui trägt.

Das ist der dynamische Aspekt des islamischen Rechts (scharia). Der Islam berücksichtigt die jeweilige Landeskultur und ermöglicht so auch die optische Integrität in die Gesellschaft bei Einhaltung der göttlichen Gesetze.

Autor: Hessam Kordian

Fußnoten

[1] Die Mahram-Verwandten der Frau sind ihr Ehemann, Vater, Großvater, Urgroßvater usw., Sohn, Enkel, Urenkel usw., Schwiegervater, Schwiegersohn, Stiefsohn, Bruder, Neffe (Sohn des eigenen Bruders oder Schwester), Onkel (Bruder des Vaters oder der Mutter) und Milchbruder.

[2] Verzierte Hände (z.B. durch Henna) und ein geschminktes (z.B. durch Make-up) oder verschönertes (z.B. durch das Zupfen der Augenbrauen) Gesicht müssen unter bestimmten Vorraussetzungen ebenfalls bedeckt werden (z.B. durch Handschuhe und das Tragen eines Gesichtsschleiers [niqab]). Diese Körperstellen zählen dann nämlich zum Schmuck (zinat) der Frau. Genauere Informationen zu diesem Thema findet man in den religiösen Regelwerken (risala) der Vorbilder der Nachahmung (maradschi-at-taqlid).

Quellen-, Link- und Literaturverzeichnis

  • Autor: Ayatollah Motahhari – Buch: The Islamic Modest Dress
  • Autor: Scheich M. Rizvi – Buch: Hijab – The Muslim Womens Dress
  • Autorin: Sehmina Jaffer Chopra – Artikel: Liberation by the Veil
  • Autor: Dr. Murtaza Alidina – Vortrag: Philosophy of Hijab – Part 1 & 2
  • Autor: Allama A. Rizvi – Vortrag: Hijab
  • Link: www.eslam.de
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  • Murtadha 20. Oktober 2010 at 16:54

    Bismihi ta’ala,
    a salamu aleikum wa rahmatullah,

    sehr guter Artikel. Ahsant.

    Nur eine kleine Anmerkung:
    Du schreibst in deiner Einleitung: “In Deutschland wird der Ausdruck meist fälschlicherweise nur auf das Kopftuch begrenzt.”

    Leider sind viele Muslimas durch ihre offensichtlich falsche Interpretation des Hijab zu einem großen, wenn nicht sogar zum größten Teil Schuld an dieser Reduzierung des Begriffes des Hijabs auf das bloße Kopftuch.

    Möge dein Artikel zu einem besseren Verständnis auf beiden Seiten beitragen.

    wa salamu aleikum wa rahmatullah

  • Hessam 7. November 2010 at 13:21

    @Murtadha

    As-salamu alaykum lieber Bruder,

    Du hast absolut recht mit deiner Beobachtung. Wir Muslime kennen unsere eigene Religion nicht gut genug. Auf der anderen Seite ist es nicht leicht im Westen als religiöse Minderheit den Islam zu erforschen. Der Zugang zu authentischen Informationen ist stark erschwert.

    Wa alaykum as-salam

  • Anonymous 8. Februar 2011 at 18:52

    ich bin kein muslim und konnte mir darüber jetzt mehr klarheit verschaffen

    danke!!

  • Annika 29. Juli 2011 at 10:08

    Ich möchte niemandem vor den Kopf stoßen aber ich sehe in den Versen absolut keine Andeutung darauf, dass Frauen Kopftücher tragen müssen und damit das gesamte Kopfhaar bedecken müssen oder nur Hände und Gesicht sichtbar sein dürfen.
    Das ist meiner Meinung nach reine Interpretationssache, da es nicht ausdrücklich nieder geschrieben ist (z.B. “außer das, was davon sichtbar sein darf”).
    Ich sehe es eher so, dass sich die Frauen nicht freizügig oder anzüglich kleiden und verhalten sollen, also keine Halsausschnitte, nicht mit Schmuck behangen oder extrem geschminkt. Und diese Regel hat heutzutagenicht weniger Bedeutung als von hnderten von Jahren.
    Man sollte bei der Interpretation immer auch zwischen den Zeilen lesen und dabei bedenken wann diese Verse verfasst wurden, nämlich zu einer Zeit in der auch in Europa und Asien Kopfbedeckungen (diese sind hier auch nicht näher definiert) zur täglichen Kleidung gehörte. Das bedeutet für mich, dass sich in den Versen ein Kleidungskodex der damaligen Gesellschaft wieder spiegelt und nicht der allgemeinen islamischen Religion.

  • Hessam 29. Juli 2011 at 12:28

    @ Annika

    Der Koran ist kein Buch der ausführlichen Erklärungen, sondern seine Inhalte sind komprimiert. Das ist nicht nur beim Thema Hidschab so, sondern bei allen Themen. Im Koran ist beispielsweise nicht in aller Ausführlichkeit aufgeführt, wie man betet, fastet, … Erklärungen und ausführlichere Aussagen zu einzelnen Versen finden sich nicht im Koran, sondern in den Worten des Propheten und seiner reinen Nachkommenschaft (der Friede sei mit ihnen allen). Um den Islam richtig zu verstehen, bedarf es beider Quellen: Koran und Sunna. Daher empfehle ich dir zum besseren Verständnis auch den folgenden Artikel zu lesen: http://bit.ly/oOFTHt

    Desweiteren solltest du bedenken, dass die Verse im arabischen Original mit ganz bestimmten Worten umschrieben werden, die eine Eigenbedeutung haben. Diese Eigenbedeutung und Definition der Wörter geht bei einer Übersetzung verloren bzw. kommt nicht vollständig zum Vorschein. Der Übersetzer entscheidet sich für ein passendes Synonym in deutscher Sprache, aber zum Verständnis des Korans darf man sich nicht auf eine Übersetzung verlassen. Daher werden im Artikel auch die arabischen Wörter nochmals aufgeführt und separat erklärt.

    Zum richtigen Verständnis eines Verses bedarf es des Gesamtkontextes und dieser Kontext besteht nicht nur aus dem Faktor “historische Einordnung.” Sondern eben auch aus anderen Versen, aus anderen islamischen Rechtsquellen, aus der arabischen Sprache, aus den Erklärungen des Propheten und seiner reinen Nachkommenschaft, aus der Vernunft … Das Ziel dieses Artikels war es nicht diesen Gesamtkontext in aller Ausführlichkeit darzustellen, sondern nur einen Einblick anhand zweier Koranverse zu gewähren. Für ein besseres Verständnis bedarf es weitaus mehr Quellen.

  • Annika 2. August 2011 at 15:20

    @ Hessam

    Ich wollte keinesfalls diesen Artikel kritisieren, ich finde ihn ja gut so wie er ist, ebenso diese ganze Website. Ich sehe gerade durch diesen Artikel eher meine These bestätigt. Natürlich gehört nicht nur die historische Einordnung dazu, aber sie spielt eben auch eine Rolle, die meiner Meinung nach viel zu selten berücksichtigt wird! Ich bin mir sicher, dass es nicht nur schwarz oder weiß gibt.
    Ich verstehe nur nicht ganz warum die Sunna überhaupt existiert. Warum bedarf es einer zweiten Quelle, damit die erste überhaupt an Bedeutung und Verständnis gewinnt? Wenn ich richtig verstanden habe ist die Sunna die Interpretation des Propheten Mohammed. Wenn dem so ist, ist es eben auch “nur” ein Interpretation…
    Ich verstehe auch nicht warum der Koran so schwer zu übersetzen ist, ich denke wenn es zum Beispiel das Verb weinen oder laufen in einer anderen Sprache nicht gibt, so kann ich es doch mit wenigen Worten beschreiben.
    Außerdem frage ich mich, muss die Sunna doch auch auf arabisch verfasst worden sein, warum kann die dann so verständlicher und freier übersetzt werden?

    PS: Diese Seite ist toll, es wurden schon viele meiner Fragen verständlich beantwortet. Es gibt leider viel zu wenig Moslems die antworten können. Oft höre ich nur: “Das ist halt so”. Meine (kritischen) Fragen sind nicht böswillig gemeint.

  • Hessam 2. August 2011 at 20:25

    @ Annika

    Danke für deinen Beitrag und den Erklärungen zu deiner Sichtweise.

    1. Beim Thema Hidschab sind die islamischen Vorschriften eindeutig und keineswegs mehrdeutig. Darüber herrscht Konsens unter den qualifizierten Rechtsgelehrten.

    2. Im Islam gibt es vier Quellen der Erkenntnis aus dem sich die Gesetze des Islams ableiten. Im Westen ist nur der Koran bekannt, aber diese Sichtweise ist unvollständig. Zum besseren Verständnis empfehle ich dir den folgenden Artikel: http://bit.ly/nM5XnI

    3. Der Koran ist das Wort Gottes und kann nicht vollständig in eine andere Sprache übertragen werden. Hierfür gibt es viele Gründe. Ein Grund ist beispielsweise, dass der Autor des Korans Allah ist und nicht irgendein Mensch. Der Autor einer Übersetzung hingegen ist Mensch. Die Qualität der Übersetzung hängt also direkt zusammen mit dem Wissen und dem Intellekt des Übersetzers. Der Koran ist absolut perfekt, weil Allah sein Autor ist. Ein auf allen Ebenen eingeschränktes Geschöpf, wie der Mensch, kann weder etwas perfektes schaffen, noch das Perfekte übersetzen. Aus diesem Grunde ist eine richtige Übersetzung unmöglich. Die Übersetzungen sind nur ein Hilfsmittel, um mehr über dieses göttliche Buch zu erfahren.

    Dein Interesse und deine Fragen sind berechtigt. Es ist für mich auch nachvollziehbar, warum andere Geschwister im Islam dir nicht antworten können. Der Islam ist keine Religion mit 10 Regeln, sondern sie umfasst die gesamte Schöpfung und betrachtet alles als eine einzige Einheit. Die islamische Bildung der meisten Muslime beschränkt sich auf die Themen, die sie persönlich interessieren und diese Themen sind in den meisten Fällen nicht deckungsgleich mit den Themen, die dich als Islam-Interessierte interessieren. Sowohl dir als auch allen anderen Geschwistern kann ich nur empfehlen, den Islam schrittweise zu erlernen und nicht irgendwo einfach anzufangen. Der Islam hat eine Ordnung und Systematik und wahres Verständnis kann man nur erlangen, wenn man sich an diese Ordnung hält. Wer den Islam verstehen will, muss bei den “Usul-ud-Din” beginnen. Das sind die Basics dieser Religion und wer sie nicht versteht, wird auch alle anderen islamischen Themen nicht verstehen. Das Haus betritt man durch die Tür.

  • Anonymous 23. September 2011 at 13:10

    also ich finde deine artikel toll und wie du alles so kommentierts . da hat man gleich eine andere meinung .

  • anonym23 10. Januar 2012 at 21:52

    salamualaykum,
    Ich hab eine Frage ich gehe noch zur Schule und trage abaya und mit abaya kann man ja nicht gut Sport machen ? Ist es dann erlaubt wenn ich es dann nur im Sportunttericht ausziehe ? Man soll ja die Form des Körpers nicht zeigen also die Reize bedecken und mit einer jogginghose kann man ja die Form nicht richtig erkennen ? Ist es dann erlaubt ?

    wa aylaykum as-salam

  • Hessam 11. Januar 2012 at 16:31

    @anonym23

    Ja, denn mit einer Abaya kann man kein Sport machen.

  • Omar 5. Februar 2012 at 03:22

    Ahsant Ahsant mashallah sehr gut geschrieben. aber ich weiss nicht was ist
    Abaya!

  • hallo 25. Februar 2012 at 23:02

    salam,
    darf ich für ein wichtiges referat für die schule über das kopftuch teile deines artikels kopieren?
    Ich habe viele seiten im internet durchsucht, nur dein artikel ist überzeugend und ich finde es toll, dass du die verse erklärst!
    Es ist sehr wichtig, denn es ist für mein MSA und ich möchte meine Lehrerin unbedingt überzeugen, dass das Kopftuch im Koran vorkommt & keine Unterdrückung ist.

  • Hessam 27. Februar 2012 at 19:28

    @ Omar

    Eine Abaya ist ein schwarzes Übergewand, dass man über der Kleidung trägt.

    @ hallo

    Ich habe dir per Mail geantwortet.

  • mumina 29. April 2012 at 22:20

    mashalah, super Aufklährung, das beste was ich bis jetzt gelesen habe.
    Genau nach so etwas habe ich gesucht , da ich gerne dem nächst Kopftuch tragen würde. Natürlichn will ich wissen warum ich es trage.Dank deines Aufklährung bin ich sehr viel weiter im Kopf.
    Allah segne dich mach weiter so.

  • Nisa 1. Juni 2013 at 00:52

    Die Infos sind sehr hilfreich, sogar mich als Muslima hat es sehr gelehrt

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