Bei der Auswahl des Ehepartners sollte man auf drei Punkte besonders acht geben:
1. Glaube
Sein Glaube muss stark sein. In unserer Ehe, müssen wir als erstes Allah (swt) zufrieden stellen, nicht unsere Mutter oder unseren Vater. Das Wohlgefallen Allahs hat Vorrang, vor allen anderen Sachen. Darum heißt es im Quran: „Mein Gebet und mein Opfer und mein Leben und mein Tod gehören Allah, dem Herrn der Welten.“ Alle meine Aktivitäten müssen auf Allahs Wohlgefallen zielen. Wenn Allah erstmal mit uns zufrieden ist, wird unser Leben leicht und wir können unsere Ehe genießen. Wenn der Partner gläubig ist, wird sich der Rest ergeben. Der Glaube ist unersetzlich. Das ist die Essenz. Aber einen Gläubigen erkennt man nicht daran, dass er betet und fastet. Ihr müsst euren Partner wirklich gut untersuchen. Lasst euch nicht blenden durch eure starken Gefühle. Das Gesprochene muss übereinstimmen mit den Handlungen und den Charakterzügen. Das Gebet ist nur die Schale. Das wahre Gebet, der Kern, ist das Verhalten eures zukünftigen Ehepartners im Alltag.
Einmal kam eine junge muslimische Frau zu mir und fragte: „Ich möchte einen Andersgläubigen heiraten. Muss er zum Islam konvertieren?“ Ich antwortete: „Nein, er muss gar nichts.“ Sie sagte: „Aber ich will ihn heiraten. Er ist so ein guter Mann. Er versteht sich mit allen Menschen und er liebt jedes Tier.“ Ich sagte: „Ich glaube dir und er ist bestimmt der beste Mann in deiner Umgebung, aber wird er dich auch lieben, wenn du deine Schönheit verlierst? Wird er dir treu sein, wenn du abwesend bist? Ich will nicht, dass du nach 6 Monaten wieder in mein Büro kommst, um dich scheiden zu lassen. So schaut die Realität aus. Dein zukünftiger Partner muss sich aufgrund seines Glaubens an dich binden, nicht aufgrund deiner Schönheit. Wenn er erstmal ein guter praktizierender Muslim wird, der bereit ist Verantwortung zu tragen, wird er dich auch dann noch respektieren, wenn du deine Attraktivität verlierst. Sein JA-Wort muss für alle Zeiten gelten.“
2. Verantwortung
Sucht jemanden, der bereit ist Verantwortung zu übernehmen. Es gibt einige Geschwister, die sehr gläubig sind und all ihren Pflichten nachkommen, doch ihre Ehen scheitern, weil sie nicht bereit sind Verantwortung zu übernehmen. Die Heirat ist ein ewiger Bund. Es besteht nicht nur aus dem „Honig-Monat“. Man muss alles mit dem Lebenspartner teilen, das Essen, das Auto, das Wohnzimmer, das Bett, die Interessen. Man muss realisieren, dass man in Zukunft Verantwortung übernehmen muss für seinen Partner. Das gilt für beide Geschlechter. Deine zukünftige Familie benötigt Zeit und Liebe. Der Prophet (saw) sagt in einer Überlieferung: „Verflucht sei der Familienvater, der sich nicht um seine Familie kümmert (sinngemäß).“
3. Harmonie und Kompatibilität
Damit ist nicht das Alter oder die Kultur gemeint. Viel wichtiger ist die Kompatibilität beim Charakter, beim Glauben und bei den Lebenszielen. Ein wichtiger Grund für die hohen Scheidungsraten ist das Fehlen des emotionellen Schutzes. Kurz nach der Heirat verändert sich die Beziehung. Die frisch Verheiraten sprechen zu selten miteinander. Sie lachen lieber mit ihren Freunden. Sie fragen sich nicht nach dem Wohlbefinden. Sie bezeugen ihre Liebe zu selten. Beide Partner müssen sich bemühen Harmonie zu schaffen. Viele Geschwister verbinden mit Heirat nur die Befriedigung der Triebe. Das ist absolut falsch. Sie vergessen die Wichtigkeit von Harmonie und Emotionen. Der Islam machte die Ehe verpflichtend, weil es notwendig ist.
Eine Frau kam zu mir und beschwerte sich über ihren Mann. Er würde fremdgehen und mit anderen Frauen flirten. Ich antwortete ihr: „Ich kenne den Grund. Ich weiß wer dafür verantwortlich ist.“ Sie fragte: „Wer?“ Ich antwortete: „DU! Wenn du dich nicht schön machst für ihn, wenn du dich nicht liebevoll um ihn kümmerst, wenn du seine Vorlieben ignorierst, wird er sich alles außerhalb des Hauses holen. Du kannst nicht erwarten, dass er brav neben dir sitzt. Was er zu Hause nicht findet, holt er sich von draußen.“ Beide Partner müssen acht geben aufeinander und sich Bemühen den Vorstellungen des jeweils anderen möglichst nahe zu kommen.
Das wichtigste Mittel, um ein harmonisches und liebevolles Eheleben zu haben, ist Taqwa (Gottesehrfurcht). Beide Geschlechter müssen ihre Religion ernst nehmen. Allah muss eine Zentrale Rolle haben in eurem Leben.
Quelle: Freie Übersetzung eines Vortrags von Schaikh Qazwini durch Hessam Kordian








Hi,
Als ich über Google auf diese Seite stieß, war ich sehr skeptisch. Von Religionen halte ich nämlich nicht viel. Dennoch habe ich mich ein wenig umgeschaut und wollte mich im Nachhinein bedanken. Die Texte über “Heirat und Sexualität” haben mir persönlich sehr geholfen. Darin werden wichtige Themen angesprochen. Ich würde mich über eine Erweiterung dieses Bereichs sehr freuen.
Byebye
Warum ist es in Ordnung, wenn der Mann fremd geht, nur weil die Frau vielleicht nicht weiß, wie man sich hübsch macht? Ich nenne das Scheitern.
Grüße Nadine
@Nadine
Es ist nicht in Ordnung, wenn der Mann fremd geht. Dieses Verhalten ist verboten im Islam. In dem Artikel wird eine Ursache (Körperpflege) für das Fremdgehen genannt.
Wenn die Ehefrau sich nicht pflegt, verliert sie ihre Attraktivität und der Mann wendet sich allmählich von ihr ab. Das ist ein natürlicher Prozess, denn der Mensch liebt Schönheit und Reinheit. Dasselbe gilt natürlich für den Ehemann. Wenn der Mann raucht, trinkt und stinkt, dann zerstört er durch sein unislamisches Verhalten seine Beziehung und die Ehefrau beginnt sich vor ihm zu ekeln.
Prophet Muhammad (Friede sei mit ihm) sagte:
“Ein unsauberer Mensch ist kein gutes Gottesgeschöpf!”
@ Hessam
Ist das nicht ein Widerspruch in sich ?
Auf der ersten Seite, wird beschrieben, dass ein ehrfürchtiger Muslim seine Frau nicht betrügen wird, weil er sich Gottes Strafe fürchtet (sinngemäß). So solle man sich einen gläubigen Mann suchen, der nicht nur auf die Schönheit einer Frau achtet. Jetzt soll es erlaubt sein bzw. “nachvollziehbar”, seine Frau zu betrügen wenn sie an Attraktivität nachlässt ?! Die Interpretation scheint mir etwas misslungen.
As-salamu alaykum,
@Dahlia
Vielen Dank für deinen Kommentar. Ich glaube du hast mich missverstanden.
Es ist nicht erlaubt seine Frau zu betrügen. Wer dies tut begeht eindeutig eine Sünde und zieht sich Gottes Strafe zu.
Bei der Schönheit muss man unterscheiden zwischen dem natürlichen Erscheinungsbild und der allgemeinen Reinheit und Schönheitspflege. Das natürliche Erscheinungsbild verändert sich mit dem Alter und darauf hat man keinen all zu großen Einfluss.
Aber Reinheit und gepflegtes Auftreten haben weniger mit dem Alter zu tun, sondern gehören zu den Pflichten eines jeden Muslims. Es ist empfohlen sich für den anderen Ehepartner schön zu machen und seine Schönheit bis ins hohe Alter zu bewahren.
Wenn Ehepartner auf ihre Schönheit und Reinheit nicht achten, dann schwächen sie das Band der Zuneigung zwischen einander. Sie verlieren auch ihr Ansehen innerhalb der Gesellschaft.
Den natürlichen Alterungsprozess kann man nicht beeinflussen und dafür muss der Ehepartner auch Verständnis haben. Es geht nicht darum, etwas zu verlangen was der Ehepartner nicht leisten kann. Meine Kritik bezieht sich auf die Punkte, die der Mensch beeinflussen kann und die eine Willenssache sind, wie körperliche Fitness, gesunde Ernährung, saubere Kleidung, gepflegtes Auftreten, …
Nicht nur das Fremdgehen ist eine Sünde, sondern eben auch das Missachten der Reinheitsgebote und der Müßiggang bei der Körperpflege. Letzteres kann eine Ursache für das Fremdgehen sein, aber rechtfertigt dieses Fehlverhalten natürlich nicht. Man sollte frühzeitig das Gespräch suchen, damit keine gegenseitigen Abneigungen entstehen und die Liebe nicht unnötigerweise geschwächt wird.
Wa alaykum as-salam
Es ist traurig wie Reloigionsgemeinschaften glauben, daß die anderen Gemeinschaften auf dem falschen Weg sind. Wann endlich gibt es eine reale Ökumene. Davon ist der Islam offensichtlich sehr weit entfernt, da er für eine Heirat nur den gleichen Glaubenspartner empfiehlt. Traurig, traurig. Auch die katholische Kirche hatte solche Vorstellungen. Allein der Charakter eines Lebenspartner ist entscheidend, nicht sein Glaube. Es ist aber müßig, der Islamgemeinschaft solche Dinge zu sagen.
Mit freundlichen Grüßen
Jörg Haendle
@guter Jörg
Es ist immer wichtig, dass man sich mit dem Partner/in gut verständigen kann. Dies geschieht nur, wenn man sich versteht und das gegenseitige Verständnis wird gefördert durch Gemeinsamkeiten (Religion, Sport, Bücher, …). Aus diesen Gründen ist es empfohlen sich einen Partner mit gleichen Interessen bzw. der gleichen Religion auszusuchen.
Und wie steht der Islam zu homosexuellen Ehen ??
Ich bin selber auch eine muslima und haben nichts dagegen genau so wie meine Eltern obwohl sie sehr gläubig sind (nur mein kleiner dummer Bruder hat was dagegen).
Und wie ist es mit Scheidung??
Homosexuelle Ehen sind im islam verboten, weil es 1.) nicht aus der neigung eines mannes heraus geschieht sondern durch beeinflussung anderer wie z.B. Medien, Krankheiten in der Gesellschaft, falsche erziehung oder perverse Modeerscheinungen, dass bedeutet es liegt nicht in der veranlagung eines mannes neigung zum gleichen geschlecht zu empfinden sondern zum weiblichen. 2.)es wirft automatisch die frage auf, was dann der sinn der erschaffung der frau gewesen ist. da wir als muslime aber hundertprozent davon über zeugt sind das der schöpfer, herrscher und lenker Allah(swt) kein geschöpf einfach so geschaffen hat, d.h. alles in wahrheit erschaffen hat, kommen wir auf die logische schlussfolgerung; die Frau ist für den Mann geschaffen. Fazit: Sie genießen die Barmherzigkeit Gottes, dem Allmächtigen, sich mit dem Partner anderen geschlechts(natürlich nur in einer Ehe) paaren zu dürfen.
Falls diese männliche Person aber unter dieser perversen verwirrung leidet, sollte mann alles daran setzen, ihn aus diesen zustand herauszuziehen und ihm die vorzüge einer gesunden sexualität(in der ehe)nahezubringen.
Am sonsten wird ihn Allah(swt) vielleicht in diesem zustand sterben lassen und dann gibt es keine rettung vor dem höllenfeuer, wenn er nicht davor bereut hat….
Der Qur`an sagt dazu in Sure 7 vers 80-84:
,,Und erinnere an Lot, als er zu seinen Leuten sagte:,,Begeht ihr das Abscheuliche, was keiner von den Menschen je vor euch beging? Gewiß, ihr verkehrt doch intim aus Begierde mit Männern, anstatt mit euren Ehefrauen. Nein, sondern ihr seid ausschweifende Leute!“ Die antwort seiner Leute war nichts anderes als das sie sagten:,, Treibt sie aus eurer Stadt hinaus. Gewiß, sie sind Menschen die sich reinhalten wollen.“Dann erretteten Wir ihn und seine Familie außer seine Ehefrau; sie gehörte zu den zugrundegehenden Zurückgebliebenen. Und wir ließen (Peinigungs-) Regen auf sie niedergehen. So siehe, was das Anschließende von den schwer Verfehlenden war.“
Damit wäre automatisch auch die Frage der Scheidung gelöst.
@followerofmahdi
Vielen Dank für deinen Kommentar. Du hast einen Aspekt dieser Thematik sehr ausführlich beleuchtet.
Oft hört man auch: “Das ist normal”. Aber selbst wenn wir annehmen würden, dass Homosexualität “normal” oder “biologisch” möglich wäre, würde es dennoch verboten sein und die betroffenen Personen müssen davon Abstand nehmen.
Hallo wollte gerne wissen wenn ein mann fremd geht oder eine frau beide sind muslimisch und haben in islam geheiratet wird dann nikaah nicht automatisch gebrochen das sie also keine eheleute mehr sind in islam
@ nabeela
Darüber weiß ich nichts, aber ich denke nicht, dass die Ehe dann automatisch gebrochen wird. Du solltest die Frage einem Gelehrten in deiner Nähe stellen.