Nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 und dem Ende des Kalten Krieges, verblieben nur die USA als Großmacht. Infolge der zunehmenden Globalisierung wurden die USA zur einzigen Supermacht * mit weltweitem Einflussbereich. Doch diese Vormachtstellung ist seit einigen Jahren in Gefahr. Huntingtons These von der „multipolaren Welt“ scheint sich zu bewahrheiten. Neue Mächte wie China, Indien, Russland und der Iran stellen die USA vor neuen Herausforderungen. In diesem Artikel wollen wir uns näher mit der aufstrebenden Regionalmacht Iran befassen.
Die außenpolitische Botschaft von Imam Khomeini
Während der Islamischen Revolution 1979 riefen in Teherans Straßen Millionen Muslime: „Weder Ost noch West – nur Islamische Republik.“ Dieser Slogan vom damaligen iranischen Revolutionsführer Imam Khomeini erweiterte die damalige Vorstellung von der bipolaren Welt. Die außenpolitische Botschaft an die Großmächte war eindeutig: In Zukunft wird es nicht nur einen Ostblock und einen Westblock geben, sondern auch einen Islamblock. Imam Khomeini brachte den Islam zurück auf die politische Bühne.
Die iranischen Muslime zwangen die Marionettenregierung des westhörigen Schahs Mohammad Reza Pahlawi durch friedliche Massenproteste und Streiks zum Rückzug. Imam Khomeini kehrte am 1. Februar 1979 aus dem französischen Exil zurück in die iranische Hauptstadt Teheran, wo ihn Millionen Anhänger sehnsüchtig erwarteten. Nach seiner Rückkehr hob er die Trennung von Religion und Politik wieder auf. Aus dem ehemaligen Spielball der Großmächte formierte der Imam einen neuen islamischen Staat.Imam Khomeini forderte die Muslime in Nahen und Mittleren Osten zur Erhebung auf gegen die westliche Unterdrückungspolitik. Er forderte die weltweite Einheit der Unterdrückten (mustazafin) gegen die Unterdrücker (mustakbirin). Die großen Weltmächte bereiteten ihn keine Angst. Ganz im Gegenteil: Er forderte sowohl die Sowjetunion als auch die USA heraus. Beide Weltmächte waren verantwortlich für großes Unheil in der Welt.
Die konsequente Außenpolitik von Imam Khomeini war für westliche Politikexperten vollkommen irrational, widersprach es doch ihrer materialistischen Ideologie. Hier trat ein Mann auf die Weltbühne, der materiell gesehen nichts besaß, aber trotzdem den Mut aufbrachte sich gegen jede unterdrückerische Großmacht zu erheben. Diese religiöse metaphysische Vernunft war dem Westen fremd.
In aller Wachheit und Aufmerksamkeit sollten sich die islamischen Völker erheben und all jene korrupten Kräfte, denen es darum geht, sie unter das Joch der Gewaltmächte zu zwingen, auf ihre Plätze verweisen. – Zitat von Imam Khomeini
Der inszenierte Bruderkrieg mit dem Irak
Die Reaktion des Westens auf den Sieg der Islamischen Revolution und der neu gewonnen Unabhängigkeit der iranischen Muslime war der Golfkrieg. Saddam Hussein wurde grünes Licht gegeben, um den Export der Revolution und das Widererstarken des Islams einzudämmen. Der irakische Angriffskrieg unter der Führung von Saddam Hussein dauerte vom September 1980 bis zum August 1988. Damit war der Krieg vier Jahr länger als der 1. Weltkrieg und zwei Jahre länger als der 2. Weltkrieg. Hunderttausende verloren dabei ihr Leben. Fortan gehörte die Sicherheit des Irans vor ausländischen Angriffen zu den Eckpunkten der iranischen Außenpolitik.
Nach dem Krieg gegen den Irak begann der Iran mit dem Neuaufbau des Landes. Trotz unzähliger Terroranschläge durch die vom Westen unterstützte Terrororganisation Modschahedin-e-Khalgh (MKO), überstand der Iran diese schwierige Anfangsphase und konnte den wahren Islam, den revolutionären geistig-politischen Islam, wiedererwecken. Angesichts des rasanten wissenschaftlichen und technologischen Fortschritts der Islamischen Republik, kann man heute von einer post-bipolaren Welt sprechen. Der Westen – angeführt von den USA – auf der einen Seite und der Islam – angeführt von der Islamischen Republik Iran – auf der anderen Seite.
Eine Konfrontation dieser zwei einflussstarken Pole ließe sich verhindern, wenn der Westen seine Angriffspläne streichen und stattdessen mit den Muslimen aus dem Iran und anderer islamischer Staaten auf gleicher Augenhöhe diskutieren würde. Eine Politik der eisernen Faust ist jedenfalls zum Scheitern verurteilt. Die Renaissance des Islams, ausgelöst durch die Islamische Revolution, lässt sich nicht durch Bomben aufhalten.
Ein Volk, das sich unter Aufrechterhaltung der Kraft seines Glaubens erhebt, wird von keiner Macht bezwungen – Zitat von Imam Khomeini
Autor: Hessam Kordian








Sehr schöne Artikel, das Anzahl der Besucher 161 spricht für sich.
scheinbar aus ganze Welt lesen dein Artikel,schreibe es mir mal ob aus Afrika ZB. Nigeria auch Zugang zu unser Webseite haben?
As-salamu alaikum wr wb,
die Besucherzahlen sind in den vergangen Monaten gestiegen, aber die Zahl 161 kommt nicht dadurch zustande. Von Zeit zu Zeit gibt es Spam-Attacken auf die Seite, daher kann es manchmal vorkommen das die Besucherzahlen sehr stark steigen. Die durchschnittliche Besucherzahl liegt bei 114 Besuchern pro Tag. Das ist eine ganze Menge für einen Islamblog, der erst vor kurzem einjähriges Geburtstag feierte. Die Besucher kommen aus allen Teilen der Welt, auch aus Afrika.
Wa alaikum as-salam
Der Iran – seine Einordnung in die internationale Weltlage bzw. seine Bedeutung in der Zeit der Weltfinanzkrise
http://principiis-obsta.blogspot.com/2009/08/der-iran-seine-einordnung-in-die.html
Von Zeit zu Zeit gibt es Spam-Attacken auf die Seite
ich habe jeder ich kenne gefragt was”Spam-Attaken”bedeutet,
leider hat keiner gewusst!.bist du so nett, um diese besser zu erklären?
Woran kann man die Islamische Republik erkennen?
http://www.muslim-markt.de/forum/messages/1359.htm
Salam aleykum baradare aziz, ich hoffe es geht dir gut. Was für den Westen die französische Revolution und die Aufklärung war, was für den Kommunismus die russische Revolution war, ist für den muslimische Welt die Islamische Revolution. Mit der Revolution endet die Zeit der Unterdrückung und es beginnt die Zeit der Moqavemat und der Unabhängigkeit.