Tafsir – Sura al-Fatiha (1:1-6)

… Führe uns auf den geraden Weg …

… Ihdinas siratal mustaqim …

Im sechsten und vorletzten Vers der Sura al-Fatiha bitten wir Allah uns den geraden Weg aufzuzeigen. Der gerade Weg ist der Weg der Rechtschaffenheit, Gerechtigkeit und des aufrichtigen Glaubens oder kurz: Der Islam. Genauso wie der Islam ist auch die Rechtleitungsbitte allumfassend zu verstehen. Der Gläubige bittet nach Führung (wilaya) auf allen Ebenen und Dimensionen seines Lebens.

Ohne die Unterstützung Allahs wäre der Mensch nicht in der Lage den geraden Weg zu finden. Der Mensch neigt zu Hochmut und Vergesslichkeit. Imam Ali (Friede sei mit ihm) sagte: „Die Menschen schlafen; wenn sie aber sterben, dann wachen sie auf. So lange die Menschen in dieser Welt leben, sind sie sorglos; sie scheinen in einem so tiefen Schlummer zu liegen, dass sie darüber das Paradies mit seinem Wonnegenuss und die Hölle mit seinem Flammenpein vergessen; wenn sie aber sterben, dann wachen sie vom Schlummer der Sorglosigkeit auf, und bereuen ihre Saumseligkeit im Dienste dessen, der sie geschaffen, und machen sich selbst Vorwürfe über ihre Nachlässigkeit im Danke gegen den, der ihnen alles gespendet hat; aber erst dann, wenn die Reue ihnen nichts mehr hilft, und die Selbstvorwürfe ihnen keinen Nutzen mehr bringen.“

Beseitigung der Störfaktoren

Jede noch so kleine Sünde stört unsere Verbindung zum Schöpfer. Durch das bitten nach Rechtleitung ersuchen wir die Hilfe Allahs, um unser Kommunikationssystem von Störfaktoren zu befreien. Doch auch diejenigen, die sich auf dem geraden Weg befinden, bedürfen der Hilfe Allahs, denn auch sie sind nicht frei von Verfehlungen. Selbst die Propheten und Imame, die niemals vom geraden Weg abwichen, baten um Rechtleitung.

Jetzt könnte man fragen: „Warum baten sie um Rechtleitung und Vergebung, wenn sie keine Fehler begingen und vom geraden Weg niemals abwichen?“ Manche naive Muslime schlussfolgern tatsächlich: „Weil sie eben doch Sünden begingen und vom geraden Weg abwichen.“ Doch kann das wirklich sein?

Wichen die Botschafter Allahs vom Islam ab?

Nein! Diese Schlussfolgerung ist absolut falsch, denn die Propheten und Imame waren die Inkarnation des geraden Weges. In mehreren Koranversen und Überlieferungen wird diese Aussage bestätigt. Ihr Leben war nichts anderes als der lebendige Islam. Die Lebensweise (sunna) der Propheten und Imame ist gleichzusetzen mit dem Islam. >>> Weiterlesen >>>

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Umgang der Medien und Politik mit den Verbrechen des bahrainischen Königshauses

Ein Gastbeitrag von Ali C. und Emre B.

Viele Menschen in Deutschland wissen gar nicht, was in Bahrain geschieht. Viele Menschen in Deutschland kennen Bahrain eigentlich auch nur als einer von vielen Austragungsorten der Formel 1. Viele Menschen können Bahrain nicht einmal auf der Landkarte zeigen. Außerdem ist Bahrain auch nicht allzu groß. Es hat eine Fläche, die kleiner ist als die des Saarlandes, und es leben dort nicht mal 1,2 Millionen Menschen. Dieser kleine Staat liegt auf einer kleinen Insel im Persischen Golf.

Sie wissen nicht, dass dort eine Dynastie herrscht, die sich offiziell aus der religiösen Minderheit des Volkes bildet seit nunmehr über 200 Jahren dort herrscht und die religiöse Mehrheit des Volkes auf brutalste Art und Weise unterdrückt und tyrannisiert.

Sie wissen nicht, dass dieses Königshaus names Khalifa genauso wie das verbrecherische saudische Königshaus Saud (eigentlich) gar nichts mit dem Islam zu tun hat, sondern dass sie tatsächlich übelste Antimuslime sind, was vor allem durch den verschwenderisch luxuriösen und areligiösen Lebensstil ihrer selbst und ihrer Abkömmlinge verdeutlicht wird.

Sie wissen nicht, dass die heuchlerischen Saudis ihren sexuellen Gelüsten und anderen Genüssen im pseudomodernen Bahrain freien Lauf lassen, dass Bahrain sozusagen und leider das Bordell der Saudis ist. Sie wissen nicht, dass es sich um ein Regime handelt, das die Menschenrechte, die Frauenrechte, die religiösen Rechte von Minderheiten, die Freiheitsrechte usw. brutalst mit Füßen treten. >>> Weiterlesen >>>

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Tafsir – Sura al-Fatiha (1:1-5)


… Dir allein dienen wir und Dich allein bitten wir um Hilfe …

… Iyya kana budu wa iyya kanasta’in …

Am Anfang des fünften Verses der Sura al-Fatiha bezeugen wir unsere Dienerschaft gegenüber Allah. Doch inwiefern stimmt das? Der Tag hat 24 Stunden. Wie viele Stunden davon widmen wir Allah? Der verstorbene Imam Chomeyni war ein ganz besonderer Muslim, der nicht nur über den Islam sprechen konnte, sondern die Religion auch vorlebte.

Als er noch im französischen Exil war, kamen einige Studenten zu ihm. Sie hatten eine Videokassette mitgebracht über die neuesten Entwicklungen im Iran. Die Studenten beschlossen das Video nach dem Abendessen gemeinsam anzuschauen. Als es dunkel wurde, ging einer der Studenten zum Imam und fragte: „Es ist jetzt Essenszeit. Soll ich servieren?“ Der Imam sagte erstmal nichts, schaute auf die Uhr und antwortete dann: „Essenszeit ist erst in 10 Minuten.“

Der Tag von Imam Chomeyni war derart durchstruktiert, dass jede Handlung seinen eigenen Zeitraum hatte. So konnte er alle seine Aktivitäten wahrnehmen, ohne eine Arbeit zu vernachlässigen. Die Studenten sagten auch über ihn: „Er teilte seinen Tag und die Stunden ganz genau ein. Wenn wir wissen wollten, wo der Imam war und was er gerade tat, brauchten wir nur auf unsere Uhren zu schauen.“ >>> Weiterlesen >>>

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Tafsir – Sura al-Fatiha (1:1-4)


… dem Herrscher am Tage des Gerichts …

… Maliki yau-mid-din …

Im vierten Vers der Sura al-Fatiha wird die Auferstehung (qiyama) zum Tag des Jüngsten Gerichts angesprochen. Dann wird offenbar, wer gläubig war und wer nur geheuchelt hat. An diesem Tag wird jeder Mensch sehen, dass alle seine Taten von zwei Engeln (Raqib & Atid) aufgeschrieben wurden.

Dieser Koranvers erinnert uns auch daran, dass neben der Hoffnung auf die göttliche Barmherzigkeit, die Abrechnung am Tage des Jüngsten Gerichts nicht vergessen werden darf. Das Leben auf dieser Erde ist kein Spiel. Allah macht aber auch in diesem Vers wieder deutlich, dass er ein barmherziger Gott ist. Er benutzt nämlich das Wort Malik/Herrscher. Er hätte auch das Wort Qadi/Richter nehmen können. >>> Weiterlesen >>>

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Tafsir – Sura al-Fatiha (1:1-3)

… dem Gnädigen, dem Barmherzigen …

… ar-Rahman-ir-Rahim …

Im dritten Vers der Sura al-Fatiha werden die zwei Ehrennamen (ar-Rahman & ar-Rahim) von Allah wiederholt, die bereits im ersten Vers genannt wurden. Aber warum wiederholt sich Allah? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir uns den Inhalt des zweiten Verses nochmals anschauen. Darin wird gesagt, dass Allah der Herr der Welten ist.

Allah ist also der absolute Herrscher und zu allem mächtig. Und wir? Wir sind absolut abhängig. Alles was wir besitzen, verdanken wir Ihm. Diese Erkenntnis kann bei uns zu Missverständnissen führen. Warum? Weil wir dazu neigen Abhängigkeit mit Unterdrückung und Macht mit Missbrauch zu assozieren. In unserer menschlichen Geschichte, gab es (und gibt es heute noch) viele Beispiele für Unterdrückung und Tyrannei.

Man erinnere sich nur an die Zeit der Sklaverei in den USA. Damals wurden Millionen Afrikaner als billige Arbeitskraft missbraucht, um auf den Plantagen zu arbeiten. Wer auch nur einen Hauch von Widerstand leistete, wurde hart bestraft. Die weißen Sklavenhalter betrachteten die Sklaven nicht als freie Menschen, sondern als ihr Eigentum. >>> Weiterlesen >>>

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