Göttliche Gerechtigkeit

Wir Menschen würden diejenigen unter uns als gerecht bezeichnen, die bei ihren Urteilen die Prioritäten berücksichtigen, die Rechte des anderen akzeptieren, den Unterdrückten in Schutz nehmen und sich gegen die Unterdrückung und das Unrecht stellen. Solche Menschen sind nach unserem Empfinden gerecht und würdig.

Dagegen wird ein Mensch, der die Rechte des anderen missachtet und sich in den Streitigkeiten (ungeachtet der Rechtslage) auf die Seite des Stärkeren stellt, als ungerecht bezeichnet und verachtet.

Kann man die göttliche Gerechtigkeit auch so verstehen wie wir die Gerechtigkeit untereinander verstehen? Ist es überhaupt denkbar, den absoluten Gott menschlichen Gerechtigkeitsnormen zu verpflichten? Und überhaupt – wir gehen davon aus, dass die göttliche Gerechtigkeit nichts anderes ist als die Gerechtigkeit, die wir Menschen untereinander praktizieren. Ist denn so etwas auch praktikabel? >>> Weiterlesen >>>

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Glaubensfreiheit oder Glaubenszwang?

Wahre Überzeugung kann niemals durch Unterdrückung und Zwang entstehen. Allah sagt dazu im Heiligen Koran (2:256): „Es gibt keinen Zwang in der Religion. Der rechte Weg (des Glaubens) ist (durch die Verkündigung des Islam) klar geworden gegenüber dem unrichtigen. Wer nun an die Götzen nicht glaubt, aber von Allah überzeugt ist, hat gewiss den sichersten Halt ergriffen, bei dem es kein Zerreißen gibt. Und Allah ist Allhörend, Allwissend.“

Glaubensfreiheit ist ein ganz wichtiger Aspekt im Islam. Allah möchte, dass wir uns freiwillig für den Glauben entscheiden. In einem weiteren Koranvers (10:99) heißt es hierzu : „Und hätte dein Herr es gewollt, so hätten alle, die insgesamt auf der Erde sind, geglaubt. Willst du also die Menschen dazu zwingen, Überzeugte zu werden?“

Wissen führt zu einem Bewusstsein für die Religion

Ein zweiter wichtiger Aspekt ist Wissen, Weisheit und ein richtiges Verständnis von der Religion. Prophet Muhammad (Friede sei mit ihm) hatte den Auftrag die Nachlässigen zu ermahnen und die Unwissenden zum Wissenserwerb anzuregen. Erstere besaßen Wissen, aber sie handelten nicht danach. Letztere waren ungebildet und mussten zum Wissenserwerb erst ermahnt werden.

Ohne Wissen und Bildung versteht man weder die theoretischen Glaubensinhalte, noch kann man den Glauben im Alltag islamkonform praktizieren. Aus diesen Gründen hat Allah den Wissenserwerb für die Muslime zu einer religiösen Verpflichtung gemacht. Ein Glaube der nicht auf Wissen basiert ist bei Allah nahezu wertlos. Wer nämlich nicht versteht woran er glaubt, ahmt die Religion nur blind nach. >>> Weiterlesen >>>

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Imam Husseyn hätte nicht sterben müssen

Yazid ibn Muawiya glaubte nach dem Massaker von Karbala Imam Husseyn (Friede sei mit ihm) endgültig besiegt zu haben, aber sein teuflischer Plan war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Husseyns Widerstand zielte nie auf einen militärischen Sieg ab. Sein Ziel war u.a. die Verbreitung der islamischen Ideologie und darin erlangte er einen ewigen Sieg.

Auf dem Wege Gottes getötet zu werden, bedeutet keinesfalls besiegt zu werden. Husseyn war zwar Tod und sein von Pfeilen durchbohrter Körper lag in der brennenden Wüste, aber seine Ideologie war am Leben und noch viel lebendiger als zuvor. Der Imam wusste, dass er sich opfern musste, um den Islam wiederzubeleben und die Muslime aus ihrem Schlaf zu erwecken.

Stumme Zeugen des Unrechts

Der vorbestimmte Sieg der Wahrheit über die Falschheit benötige ein Opfer und Husseyn war bereit dieses Opfer zu bringen. Die Abirrung vom Islam war eine reele Gefahr für die muslimische Gemeinschaft. Erst nach seinem Märtyrertod begannen die Muslime zu begreifen, was wirklich geschehen war. Prophet Muhammad (Friede sei mit ihm) war gerade einmal 50 Jahre Tod und die muslimische Gemeinschaft hatte seinen Enkelsohn im Kampf gegen das Unrecht im Stich gelassen. >>> Weiterlesen >>>

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Muharram ist Husseyns Monat

Muharram ist nicht nur der erste Monat im islamischen Kalender, sondern für viele Muslime auch ein Monat der Trauer und des Gedenkens. Dabei haben die ersten zehn Tage des Muharram eine ganz besondere Bedeutung. Der Grund hierfür ist das Martyrium von Imam Husseyn, dem Enkelsohn des Propheten Muhammad.

Es war im Monat Muharram 61 nach der Auswanderung (hidschra), als Imam Husseyn, seine Familienangehörigen und seine treuen Gefährten von den Truppen des damaligen Kalifen Yazid in Karbala umzingelt wurden. Imam Husseyn und seine Anhänger sollten gezwungen werden den Kalifen Yazid anzuerkennen. Doch sie lehnten das unrechtmäßige und unterdrückerische Kalifat von Yazid ab.

Stattdessen forderten sie einen gerechten islamischen Staat mit einem legitimen Führer an der Macht. Yazids Politik gefährdete die Essenz des Islams, deshalb erhob sich Imam Husseyn gegen ihn. Allahs Gesetze sollten nicht länger missachtet werden und die barbarische Unterdrückung der Bevölkerung endlich aufhören. >>> Weiterlesen >>>

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