Im heiligen Koran (2:115) wird über die Gebetsrichtung (qibla) gesagt: „Und Allah gehört der Osten und der Westen; wo immer ihr euch also hinwendet, dort ist das Antlitz Allahs. Wahrlich, Allah ist Allumfassend, Allwissend.“ Dieser Vers besagt, dass für Allah alle Orte gleich sind. In einer bestimmten Richtung zu beten bedeutet also weder, dass Allah sich dort befindet, noch dass ER an diesem Ort nicht anwesend ist.
In der Anfangszeit des Islam beteten die Muslime in Richtung Jerusalem. Die Gebetsrichtung änderte sich erst mit der Offenbarung des Koranverses 2:144. Der Prophet verrichtete gerade mit der Gemeinde ein Gemeinschaftsgebet, als ihm von Allah befohlen wurde sich zukünftig nach Mekka in Richtung der Kaaba zu richten. An dem Ort in Medina, an dem der Gebetsrichtungswechsel stattfand, wurde die Moschee der beiden Gebetsrichtungen (masdschid-ul-qiblateyn) errichtet.
Die Kaaba – Das älteste Zentrum des Monotheismus
Allah bestimmte die Kaaba in Mekka als neue Gebetsrichtung, damit Seine Diener die größtmögliche Belohung erhalten für ihre Gebete. Die Kaaba war nämlich nicht irgendein Ort, sondern das älteste Zentrum des Monotheismus. Sie ist das allererste Gotteshaus, das vom ersten Menschen und Propheten Adam erbaut wurde. Dieser Ort geriet jedoch in Vergessenheit und verkam zu einer Ruine. Bis Abraham und sein Sohn Ismail durch göttliche Offenbarung (wahy) zu der einstigen Gebetsstätte geführt wurden und den Befehl bekamen sie wieder aufzubauen. >>> Weiterlesen >>>














