B i s m i l l a h
Sehr geehrte Besucher & liebe Geschwister im Islam, der Friede Gottes sei mit euch. Ich bin Hessam und IiF ist mein experimenteller Islamblog. Nach langjähriger Gemeindearbeit und Organisator diverser Veranstaltungen, beschloss ich dieses virtuelle Tagebuch ins Leben zu rufen. Der Inhalt setzt sich zusammen aus persönlichen Eindrücken, Gedanken und Erfahrungen aus dem Alltag und dem aktuellem Weltgeschehen aus muslimischer Sicht. Die Blogbeiträge sollen inschaallah und idealerweise aufklären, zum Nachdenken anregen und vor allem den kritischen Blick schärfen.

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Islamische Revolution

22. Bahman – Iran feiert Islamische Revolution

Die Islamische Revolution von 1979 führte zur Bildung der Islamischen Republik Iran

Es naht der 11. Februar heran, der 31. Jahrestag des Sieges der Islamischen Revolution im Iran. Immer wenn von den politischen Idealen der Revolution nämlich Unabhängigkeit, Freiheit und Islamische Republik die Rede ist, drängt sich auch automatisch der Gedanke an die 30 jährigen Anfeindungen des Weißen Hauses gegen die islamisch-republikanische Staatsordnung auf.

Der Iran nimmt geografisch gesehen einen strategisch wichtigen Platz ein. Es liegt am Persischen Golf und an der Straße von Hormoz die wichtigste Meeresenge für die Erdölexporte aus dem Persischen Golf in die westlichen Industrieländer. Die Bedeutung der nördlichen Grenzen Irans hat sich nach dem Zerfall der Ex-Sowjetunion verdoppelt. Iran ist für die Länder Zentralasiens und des Kaukasus der nächste und wirtschaftlichste Weg zu den Gewässern. Natürlich kann ein Land mit diesen Vorzügen nicht von den politischen und wirtschaftlichen Absichten der Hegemoniemächte verschont bleiben.

Die strategische Lage und die großen  Erd- und Gasvorkommen im Iran sind ausreichende Motive für die Hegemonieordnung, aus  Iran erneut eine  Kolonie zu machen. Nach dem Sieg der Islamischen Revolution über die stärkste Schachfigur Washingtons in der Region, den Schah, ist das Weiße Haus in Angriffsstellung zu der iranischen Bevölkerung und ihre Revolution übergegangen. Die Amerikaner und einige ihrer europäischen Verbündeten brüsten sich, die Demokratie zu verteidigen und den Kampf gegen den Terrorismus anzuführen. Aber sie scheinen während ihrer 30-jährigen Versuche der Staatsordnung die Islamischen Republik Iran zu stürzen oder zu schwächen, vergessen zu haben, dass diese freie politische Ordnung aus der Mitte des Volkes kam und kommt. In dieser Zeit haben sie unentwegt den Terrorismus gegen die Islamische Republik Iran unterstützt.

Zwischen den schönen Behauptungen der US-Behörden und ihrem wahren Vorgehen gegenüber Iran liegt also ein großer Kontrast. Die USA haben sich ja schon lange vor dem Sieg der Islamischen Revolution feindlich gegenüber der iranischen Bevölkerung verhalten. Sie haben erst 1953 zusammen mit England, die demokratische Regierung von Dr. Mossadegh durch einen Militärputsch abgesetzt, dann langsam England aus Politik und Wirtschaft Irans verdrängt und sich dann selber zu einer Macht im Iran entwickelt, der nichts mehr im Wege stand. Die iranische Monarchie wurde ihr Gendarm in der Region. Der nach dem Militärputsch von 1953 zurückkehrte Schah, der vorher ins Ausland geflohen war, stellte eine der blutigsten Diktaturen auf.

Die Anführer der angeblichen Verteidigung von Demokratie und Menschenrechte und des Kampfes gegen den Terrorismus, sprich USA haben nach dem zweiten Weltkrieg bewiesen, dass sie immer die Stimme des Volkes und Rechte der Menschen fallen lassen, wenn ihre eigenen Interessen das erforderlich machen. Hinsichtlich dieser Doppelmoral bei der sich die Liebe Washingtons zur Demokratie und den Menschen deutlich als Lüge erweist, könnten zahlreiche Fälle in Asien, Afrika und Lateinamerika genannt werden. In diesem kurzen Beitrag müssen wir uns auf das Beispiel Iran beschränken.

1963 zerschlug das Schah-Regime unterstützt von den USA die revolutionäre Islamische Bewegung der iranischen Bevölkerung. Tausende Bürger in Teheran und in Qum wurden bei dieser Volkserhebung vom 15. Chordad (Anfang Juni) vom Schah blutig niedergemetzelt, weil sie den Islam und die Unabhängigkeit verteidigten. Danach erklärten die USA offiziell ihre Unterstützung für den Monarchen in Teheran und die westlichen Medien nannten die freiheitliche Volkserhebung vom Juni 1963 einstimmig mit dem Schah „Tumulte der schwarzen reaktionären Kräfte“.

Es sei auch erwähnt, dass auf dem Höhepunkt der Kämpfe der muslimischen Bevölkerung von Iran gegen die Diktatur des Schahs, der damalige US-Präsident Jimmy Carter in Teheran dem Schah seine volle Unterstützung kundgab. Die amerikanischen Potentaten und ihre europäischen Verbündeten haben dem Schah all die Jahre seiner Diktatur über auch nicht einmal offen angekreidet, dass es keine Demokratie im Iran gab. Sie haben niemals ein Wort über die mittelalterlichen Folterungen in seinen Gefängnissen verloren.

Als 1953 das letzte Volkskabinett durch den gemeinsamen Militärputsch Englands und der USA gestürzt wurden, hat der Westen niemals die Wiederholung der danach inszenierten Schauwahlen gefordert oder von Nichtbeachtung der Stimme des Volkes im Iran geredet. Keinen offizieller Funktionsträger in den USA und Europa hat es gerührt, dass den Menschen im Iran das Recht auf Wahlen und Äußerungen ihrer Meinung geraubt worden war. Ihnen haben diese besten jungen Leute Irans, Frauen und Männer, die in den Gefängnissen des Schahregimes gefoltert wurden, nicht im geringsten leid getan und von ihrer Seite kam keine einzige Aufforderung an den Schah auf Demokratie und die Menschenrechte zu achten und das Recht der iranischen Bevölkerung auf freie Wahlen wiederzubeleben.

Während der Revolutionskämpfe vom Winter 1978 bis zum Februar 1979 wurden die revolutionären Bürger Irans auf den Straßen getötet und die politischen Gefangenen  hingerichtet. Aber keiner im Weißen Haus warf dem Schah Menschenrechtsverletzungen vor, denn er musste als Hüter der US-Interessen an der Macht bleiben, und sei es auf Kosten der Massaker an der iranischen Bevölkerung.

Die USA haben Jahrzehnte lang über die Verbrechen des Schahs hinweggesehen und ihn unterstützt, aber kurz nach dem Sieg der Islamischen Revolution haben sie die revolutionäre iranische Regierung der Verletzung der Menschenrechte wegen Hinrichtung seiner Handlager, denen noch das Blut der Bevölkerung an den Händen klebte, bezichtigt. Nach dem Sieg im Februar 1979 stimmte so gut wie die gesamte Bevölkerung Irans für die Islamische Republik. Noch nie hatte es eine solche volksfreundliche freie  Staatsordnung in der Iranischen Geschichte gegeben.

Es sei erwähnt, dass sich nach dem Sieg in Grenzprovinzen Irans im Nordwesten und Nordosten und Süden terroristische Grüppchen zu tummeln begannen. Deren gemeinsames Ziel war der Sturz der revolutionären vom Volk gewählten islamischen Staatsordnung. Keine der westlichen Kreise und ihre Verbündeten in Nahost verurteilten dies als Terrorismus. Aber als sich die Islamische Republik gegenüber den bewaffneten Terrorgrüppchen verteidigen wollte, wurde ihr sofort der Vorwurf der Gewaltanwendung gemacht.

Die USA und ihre Verbündeten ließen gleich nach dem Sieg der Islamischen Revolution erkennen, dass Terrorismus, Demokratie und Menschenrechte aus ihrer Sicht mit zweierlei Maß gemessen werden. Wenn Terroristen an der Ermordung von Mitgliedern einer Regierungsordnung arbeiten, der es um die Unabhängigkeit ihres Landes von den Fremdmächte geht, werden sie – wie die so genannten Volksmodschaheddin mit dem Titel „Freiheitskämpfer“ gekrönt. Aus der hegemonialen Einstellung der USA und einiger westlicher Länder zur Dritten Welt ist eine Wahl dann ein Sinnbild der Demokratie, wenn eine Person gewinnt, die dem Westen behagt. Aber wenn die Mehrheit der Bevölkerung eine Person wählt, die Unabhängigkeit anstrebt, erklärt der Westen die Wahlen für gefälscht. Der Islamische Iran hat in den letzten 30 Jahren immer wieder gesehen, dass die USA und ihre Freunde auf diese Weise mit zweierlei Maß messen. Auch im 4. Jahrzehnt seiner Revolutionsära wird er damit rechnen müssen. Dieses Vorgehen bringt dem Westen nichts ein, während es die islamisch-republikanische Staatsordnung festigt und den Widerstand der iranischen Bevölkerung steigert.

Quelle: http://german.irib.ir

Ein Kommentar zu 22. Bahman – Iran feiert Islamische Revolution

  • Teheran (IRIB) – Das geehrte Oberhaupt der Islamischen Revolution hat beim Treffen mit Kommandeuren, Offizieren und Mitarbeitern der Luftwaffe der Armee erklärt: “Das iranische Volk wird am 22.Bahman (11.Februar) durch Demonstrierung der Einmütigkeit und Einheit die imperialistische Front ein weiteres Mal in Erstaunen versetzen.” Ayatollah Khamenei sagte am heutigen Montag, dem Jahrestag der historischen Treueidleistung von Offizieren und Mitarbeitern der Luftwaffe gegenüber Imam Khomeini im Februar 1979, dass die Front der Feinde der Islamischen Revolution und imperialistische und zionistische Apparate nicht imstande sind, die Ursachen der geistigen Stabilität und Stärke der Islamischen Revolution zu begreifen.
    Er unterstrich, dass das Geheimnis der Konsolidierung, Dauerhaftigkeit und Wirksamkeit der Revolution in der Existenz einer göttlichen Motivation und Überzeugung besteht und fügte hinzu: “Es gibt heute kein Staatssystem wie diese islamische Ordnung auf der Welt, das trotz der unzähligen lügnerischen und destruktiven Agitationen sowie politischen und wirtschaftlichen Druckausübungen und Sanktionen derart gefestigt ist.
    Ayatollah Khamenei hob ferner hervor: “Die Islamische Staatsordnung wird auch weiter gegenüber jedem Druck Widerstand leisten und die USA und der Zionismus und die Gesamtheit der Imperialisten und Gewaltherrscher der Welt werden es nicht fertig bringen, durch politische und wirtschaftliche Instrumentarien bzw. Bedrohung, Diffamierung, oder Provozierung von Handlangern diese Revolution zu erschüttern.
    Der geehrte Ayatollah Khamenei brachte zum Ausdruck, dass auch die Weltöffentlichkeit für die USA, den Zionismus und die Imperialisten ein Hassgefühl empfindet und fügte hinzu: “Jene sprechen von Menschenrechten, die die primären Rechte der Menschen in den Gefängnissen, weltweit, ja sogar gegenüber ihrem eigenen Volk mit Füßen treten und die Folter offiziell legalisieren.
    Das geehrte Revolutionsoberhaupt deutete dann auf die Atmosphäre der Bedrohung, Diffamierung und Sanktionierung gegenüber der Islamischen Republik binnen den vergangenen 30 Jahren und die Intelligenz und Sammlung von Erfahrungen durch das iranische Volk hin und unterstrich: “Der islamischen Staatsordnung ist es in einer schwierigen Atmosphäre von Agitationen und verschiedenen Druckausübungen gelungen, sich auf den Gebieten Verteidigung, Wissenschaft und Technologie unter anderem der Biologie, Atomwissenschaft und Lasertechnologie die derzeitigen bewundernswerten Fortschritte anzueignen.

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