Der Qudstag findet am 4. September in der Hauptstadt Berlin statt. Beginn ist um 14:30 auf dem Adenauerplatz. Von dort zieht der Demonstrationszug über den Kurfürstendamm bis zum Savigny-Platz, wo die Schlusskundgebung geplant ist. Weitere Informationen findet ihr hier: www.qudstag.de

Der schreckliche Alltag in Palästina
Der internationale Qudstag wurde vom verstorben Imam Khomeini (r.) ins Leben gerufen und ist ein Tag des Protests gegen die Besatzung der heiligen Stadt Jerusalem bzw. gegen die israelische Besatzungsmacht auf palästinensischem Boden. Seit Jahrzehnten wird das palästinensische Volk misshandelt und gequält. Durch geschickte Medienpolitik werden die Verbrechen des zionistischen Regimes verschleiert und Israel in die Opferrolle gerückt. Das zionistische Regime legitimiert seine kriegerischen Feldzüge gegen Muslime in der Region unter dem Vorwand der eigenen „Sicherheit“.
Unter dem Deckmantel der „Sicherheitspolitik“ …
… werden Palästinenser an Checkpoints misshandelt, entwürdigt und schikaniert.
… werden Libanesen durch Phosphorbomben verbrannt.
… werden arabische Gebiete annektiert.
… werden luxuriöse Villen für ausländische Siedler gebaut.
… werden die Bewohner von Gaza im größten Freiluftgefängnis der Welt eingesperrt.
… werden Unschuldige tagtäglich verhaftet, geschlagen und gefoltert.
Obwohl eigentlich die Sicherheit der muslimischen Völker in der ganzen Region durch offene und verdeckte Kriegshandlungen, terroristischen Angriffen und Umsturzplänen bedroht war und ist, und obwohl die zahlreichen UN-Resolutionen die Errichtung von sicheren Grenzen für alle Staaten in der Region verlangen, steht bis heute nur Israels Sicherheit im Zentrum.
Die USA und die EU sind an einem gerechten Frieden nicht interessiert. Sie haben sich mit dem zionistischen Regime verbündet, um ihre gemeinsamen Interessen und ihren Einflussbereich weiter zu vergrößern. Dafür sind sie bereit die Augen vor den Menschenrechtsverletzungen und der unterdrückerischen Politik Israels zu verschließen. Die verbündeten Unterdrückerstaaten möchten ihren Willen überall durchsetzen. Sie möchten, dass global nur ein Recht gilt und das ist ihr eigenes Recht: Das Recht der Stärkeren.
Sobald muslimische Gruppen oder Regierungen zur Einheit aufrufen und sich den Interessen der Großmächte widersetzen, werden sie mit aller Kraft bekämpft. Die Muslime werden entmündigt, indem man für sie Marionettenregierungen installiert, die die einheimische Bevölkerung unterdrücken und eine starke muslimische Einheit verhindern. Das Ergebnis sind terroristische Bewegungen, die in allererster Linie das Leben der Muslime im Nahen Osten bedrohen.
Imam Khomeini (r.) sagte treffend: „Das Dilemma der islamischen Regierungen und Länder fußt in der Einmischung des Auslands in deren interne Angelegenheiten.“ Und er sagte auch: „Das Problem des Islam sind die pseudo-islamischen Regierungen, nicht die Völker.“
Die Islamische Republik Iran leistet seit der Islamischen Revolution 1979 seinen Beitrag zum Frieden in der Region. Der Qudstag wurde ins Leben gerufen, um Muslime und Nichtmuslime Hand in Hand für Gerechtigkeit und Frieden demonstrieren zu lassen. Der verstorbene Imam Khomeini (r.) bezeugt die Verantwortlichkeit aller Muslime, sich gegen Unterdrückung zu erheben und gemeinsam mit allen Unterdrückten dieser Erde die unterdrückerischen Großmächte in ihre Schranken zu verweisen. Deshalb sagte er: „Der Qudstag ist der Tag des Aufstandes alle Unterdrückten gegen ihre Unterdrücker.“ Er sagte auch: „Wir glauben an die Zusammengehörigkeit aller Muslime und sehen es als unsere Aufgabe an, alle Muslime gegen die Unterdrückung zu verteidigen.“
Der Qudstag soll also nicht nur an das schreckliche Leiden der Palästinenser erinnern, sondern auch an das Schicksal aller Unterdrückten (al-mustazafin) auf dieser Welt. An den weltweiten Kundgebungen beteiligen sich jedes Jahr Millionen Menschen. Nach den Rechtsurteilen des aktuellen Wali al-Faqihs Imam Khamenei (h.) sind alle Muslime dazu aufgerufen an dem Qudstag teilzunehmen.
Zitate von Imam Khomeini (ra) über den Qudstag
Wir stehen auf der Seite der Unterdrückten. In welchem Teil der Welt sie auch sein mögen …, wie stehen an ihrer Seite. Die Palästinenser werden unterdrückt durch Israelis, darum stehen wir auf der Seite der Unterdrückten Palästinas.
Der Qudstag ist ein Tag von internationaler Bedeutung. Es ist kein Tag, der allein Quds betrifft, er ist vielmehr ein Tag der Unterdrückten (al-mustazafin) gegen die Unterdrücker (al-mustakbirin).
Es ist die Pflicht aller freiheitsliebenden Menschen der Welt, einheitlich neben den islamischen Nationen die unmenschlichen Aggressionen Israels zu verurteilen. Es ist die Pflicht der ehrwürdigen geistlichen Prediger, in den Moscheen, aber auch in den religiösen Kreisen, die Menschen über die strafbaren Taten Israels in Kenntnis zu setzen.
Wir fürchten uns vor den Gewaltmächten in keinster Weise. Und wenngleich wir alle diese todbringenden, elendigen Waffen über die sie verfügen, nicht besitzen, so gibt uns unser Glaube die Kraft, uns nicht verängstigen und schrecken zu lassen.
Die Muslime der Welt haben den Qudstag als Tag aller Muslime, aller Entrechtete dieser Welt zu verstehen.
Das Problem Quds ist kein individuelles. Es betrifft kein spezielles Land und auch nicht nur die Muslime unserer Zeit. Es ist vielmehr eine Tragödie, die alle, die sich zu dem einen Gott bekennen angeht. Alle an Gott Glaubenden dieser, kommender und vergangener Zeiten.
Das was diese Gewaltmächte erreichen wollen ist einzig und allein Macht! Macht, mittels der sie alles und jeden, der sich ihnen in den Weg stellt, zertreten können.
Man kann wohl sagen, dass der größte Verlust, den uns die Großmächte zufügten, im Persönlichkeits- bzw. Identitätsverlust zu sehen ist.
Den Hieb, den Iran den Gewaltmächten versetze, haben diese bis dahin niemals hinnehmen müssen.
Unser „Vergehen“ ist, dass wir mit Amerika nicht einverstanden sind.








Bilder von der Qudsdemo 2009:
http://wp.me/pXnvo-D5
Ein Video zum Qudstag:
http://www.muslim-firmen.de/muslim-tv/filme_2009/Quds-Tag2009.htm
Bericht vom Muslim-Markt zum Qudstag:
http://muslimmarkt.de/Palaestina-Spezial/demos/quds2009/quds_tag2009.htm
Video bei Youtube 1:
http://www.youtube.com/watch?v=jJfgYE6n3QQ
Video bei Youtube 2:
Die israelische Menschenrechtsgruppe B’Tselem gab bekannt, dass 60 Prozent der Kriegsopfer des israelischen Angriffs auf den Gazastreifen 2006 Zivilisten waren.
http://www.btselem.org/English/
“Antizionismus ist nicht Antisemitismus” – Linkezeitung-Interview mit Abraham Melzer.
Siehe: http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=7716&Itemid=286
Solidarität mit den Frauen und Kindern in Gaza und in ganz Palästina!
Millionen Frauen und Kinder werden seit Jahren von dem zionistischen Apartheidregime in Geiselhaft genommen, getötet und verletzt. Ihnen wird die Lebensgrundlage entzogen, in dem sie in immer kleiner werdenden Gebieten eingezäunt, eingemauert und zusammengepfercht werden.Wasser, Nahrungsmittel und Medikamente, ja gar Schulmaterial, Bücher und Papier für die Kinder werden ebenso wenig zugelassen wie dringend benötigte Baumaterialien für die vom Militär zerstörten Häuser.Diese Palästinenser leben tagtäglich unter menschenunwürdigen Umständen und dürfen ihr eigenes Schicksal nicht selbst bestimmen. Viele Informationen bei http://www.Qudstag.de auch bei Facebook Qudstag und Qudstag Gruppe einfach eingeben, und Freund werden.
AKTUELLES
Interview der Quds AG mit seiner Exzellenz, dem Botschafter der
Islamischen Republik Iran in Deutschland,
Herrn Ali Reza Sheikh Attar über den israelisch-iranischen Konflikt und der Rolle Deutschlands
7. September 2010
Quds AG: Hat die islamische Republik Iran jemals eine militärische Aktion gegen Israel durchgeführt?
Botschafter: Die Islamische Republik Iran ist niemals militärisch gegen Israel vorgegangen. Die Islamische Republik Iran ist überzeugt, dass das israelische Regime wegen der Unterdrückung, die von ihm ausgeht, von innen zusammenbricht und dass es im Ausland nach Abenteuern sucht, um seinen Zusammensturz hinauszuzögern. Die Erfahrungen der letzten 60 Jahre sind ein Beweis dafür. In diesen 60 Jahren ist es immer das israelische Regime gewesen, das seine Nachbarn angegriffen und den Ländern der Region wiederholt mit militärischem Angriff gedroht hat.
Quds AG: Hat die islamische Republik Iran vor den Staat Israel militärisch anzugreifen? Oder, wenn sie dazu militärisch in der Lage ist, Israel zu vernichten? Zum Beispiel durch eine Atombombe? Wenn Iran rein theoretisch eine Atombombe besitzen würde, würde Iran diese Bombe auf Israel werfen, um den Staat Israel oder die Bevölkerung in diesem Gebiet zu vernichten?
Botschafter: Nach Meinung der Islamischen Republik Iran sind die Produktion, die Lagerung und der Einsatz von Massenvernichtungswaffen nach islamischem Recht verboten, und da die Regierung islamisch ist, haben Massenvernichtungswaffen in der iranischen Militärdoktrin keinen Platz. Die Islamische Republik Iran hat auch in der Praxis während des auferlegten irakisch-iranischen Krieges, in dem das Regime von Saddam Hussein Massenvernichtungswaffen gegen das unschuldige iranische und irakische Volk einsetzte, bewiesen, dass es sich an diese Meinung hält. Die Islamische Republik Iran glaubt, dass alle Menschen aus humanitären Gründen dazu verpflichtet sind, die Unterdrückten zu unterstützen und verlangt lediglich das Ende der Besatzung und Unterdrückung, die Einkehr von Gerechtigkeit und die Abhaltung eines Referendums, bei dem die ursprünglichen Einwohner Palästinas anwesend sein sollen, damit sie das Schicksal Palästinas selbst bestimmen können. Natürlich kann die Besatzungsmacht in diesem Prozess nicht das Recht haben, über das besetzte Land zu entscheiden. Die Islamische Republik Iran respektiert die Entscheidung des palästinensischen Volkes zur Bestimmung ihres Schicksals.
Quds AG: Hat die Islamische Republik Iran einen Judenhass? Ist die Republik eine antisemitische Republik?
Botschafter: Die Iraner (Perser) waren, historisch betrachtet, das erste Volk, dass die Juden aus der babylonischen Gefangenschaft befreiten, und die iranischen Könige werden in den heiligen Schriften der Juden lobend erwähnt. Außerdem lebt seit Jahrhunderten eine beachtliche Minderheit von Juden (ca. 20.000) in Iran, und diese 20.000 Personen haben einen Abgeordneten im iranischen Parlament, obwohl in Iran im Durchschnitt auf 200.000 Personen ein Abgeordneter kommt. Dutzende von Synagogen, die den Juden als Gebetsstätte dienen, existieren an verschiedenen Orten Irans. Diese erhalten vom Staat finanzielle Unterstützung, und verschiedene jüdische Kultur- und Wohltätigkeitsvereine sowie wissenschaftliche Vereinigungen sind in Iran aktiv. Diese Vergangenheit und Gegenwart steht in keinem Zusammenhang zum Antisemitismus. Der Antisemitismus ist grundsätzlich eine Erscheinung, die in Europa entstanden ist.
Quds AG: Hat die islamische Republik , oder Teile des Staates, irgendwelche Pläne zur Vernichtung der Juden? Z.B. die Juden Israels ins Meer zu werfen?
Botschafter: Wie bereits ausgeführt, gab und gibt es in Iran keinen Antisemitismus. Wogegen Iran sich wendet, sind Besatzung und Rassismus. Wir glauben, dass heute sogar die Juden unterdrückt werden und dass das zionistische Regime das Gefühl, bedroht zu sein, in den Juden schürt und dadurch versucht, seine kriegstreiberische Politik zu rechtfertigen. Doch mit Kriegstreiberei, Besatzung und Repression hat dieses Regime verhindert, dass die Menschen in dieser Region ein ruhiges, friedliches Leben führen können. Ebenso wie Iran in der Vergangenheit dazu beigetragen hat, dass die Juden aus der babylonischen Gefangenschaft befreit wurden, so unterstützt Iran auch heute die Befreiung aller Palästinenser – gleich, ob sie Moslems, Christen oder Juden sind, – aus der Unterdrückung durch die Zionisten, und aus eben diesem Grunde ist die Abhaltung eines Referendums, an dem alle ursprünglichen Einwohner Palästinas teilnehmen, der beste Weg zur Schaffung von Frieden, Stabilität und Entwicklung in der Region.
Quds AG: Warum hat die Islamische Republik Iran sofort nach dem Sieg der islamischen Revolution die Beziehungen auf allen Ebenen zu den Regimen in Südafrika und zu Israel abgebrochen?
Botschafter: Wenn wir die Gemeinsamkeiten zwischen dem südafrikanischen Regime und Israel genau betrachten, dann verstehen wir den wahren Grund für den Abbruch der Beziehungen und der gemeinsamen Politik zwischen Iran und diesen beiden Regimen. Die Gemeinsamkeiten beider umfassen Rassismus und Besatzung, und der Abbruch der Beziehungen mit rassistischen Besatzerregimern steht im Einklang mit dem islamischen Recht und ist logisch. Es muss die Frage gestellt werden, warum manche Länder mit rassistischen Besatzerregimen Beziehungen aufnehmen und dadurch die Besatzung und den Rassismus legitimieren und sich daran Beteiligen?
Quds AG: Das zionistische Regime Namens Israel hat keine definierten Grenzen, keine Verfassung, eine rassistische Staatsdoktrin, ist ein Apartheidregime, kein von dem UNO-Sicherheitsrat bestätigtes Existenzrecht (nur durch Vollversammlung für ein bestimmtes Gebiet in Palästina anerkannt), setzt sich über alle UNO-Beschlüsse hinweg, respektiert kein Völkerrecht und kein internationales Recht, übt regelmäßig Verbrechen gegen die Menschlichkeit aus, besetzt fremdes Territorium der Nachbarstaaten, erklärt jeden Mensch auf der Welt, der einen jüdischen Großvater hat zum Staatsbürger, auch wenn er mehrere andere Staatsbürgerschaften besitzt usw. aber verlangt von der ganzen Welt die Anerkennung seines Existenzrechtes. Dies verlangt immer vehementer die deutsche Bundesregierung von allen Bürgern und Vereinigungen in Deutschland, sonst verlieren sie ihre Rechte und werden diskriminiert und benachteiligt. Die Situation in Deutschland wird in dieser Hinsicht immer unerträglicher und immer mehr Freiheiten werden unter dem Vorwand der Nichtanerkennung des Existenzrecht Israels beschnitten. Was meinen Sie warum die Bundesregierung diese undemokratische Innenpolitik gegenüber eigenen Bürgern und gegen das Grundgesetz verfolgt?
Botschafter: Muss man diese Frage den Verantwortlichen in Deutschland stellen? Natürlich wird bei der Beantwortung dieser Frage die historische Verantwortung Deutschlands für die Ermordung von Juden im Zweiten Weltkrieg erwähnt, doch dies überzeugt nicht. Denn erstens ist jeder für seine eigenen Taten verantwortlich, und die heutige Generation in Deutschland hat keine Verbrechen gegen Juden begangen, wofür sie die Verantwortung tragen müsste. Zweitens fühlt sich Deutschland wegen der Unterdrückung, die die Juden während des Krieges erfuhren, für sie verantwortlich. Darum handelt es sich hier um das Verantwortungsgefühl gegenüber einem Unterdrückten. Nun muss man sehen, wer heute unterdrückt wird. Da in den letzten 60 Jahren das palästinensische Volk unterdrückt worden ist, so ist Deutschland eigentlich dafür verantwortlich, die Unterdrückten in Palästina zu unterstützen. Drittens kann die Verantwortung für die Unterstützung der Juden nicht bedingungslos sein und kann nicht die Unterstützung von Kriegstreiberei, von militärischer Bedrohung anderer Länder, von Besatzung und Repression des palästinensischen Volkes, von Menschenrechts- und Völkerrechtsverletzungen, die durch den Angriff auf die Hilfsflotte erfolgt sind, einschließen. Die bedingungslose Unterstützung Israels hat den unterstützenden Staaten neue Verantwortung auferlegt und erlegt ihnen diese auch weiterhin auf.
Quds AG: Kennen Sie Artikel 26 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland? Deutsche Politiker bedrohen politisch aktive natürliche und juristische Personen mit Konsequenzen aus diesem Artikel, falls sie kein öffentliches sich deutlich von den Erklärungen der iranischen Regierung abgrenzendes Bekenntnis zum Existenzrecht Israels ablegen. Was meinen diese Politiker mit dieser Formulierung? Welche Erklärungen der iranischen Regierung sind damit gemeint?
Botschafter: Die iranische Regierung hat stets mit Nachdruck die Beendigung der Unterdrückung, der Repressionen, der Besatzung und die Abhaltung eines Referendums aufgrund des Selbstbestimmungsrechts als eines international anerkannten Rechts zur Einsetzung einer vom palästinensischen Volk – bestehend aus Muslimen, Christen und Juden, anerkannten Regierung gefordert. Diese Politik verweigert keinem legitimen Staat das Existenzrecht, doch wie bereits erwähnt kann sie keine Staaten anerkennen, die durch Rassismus und Besatzung entstanden sind.
Quds AG: Vielen Dank für das Interview, Herr Botschafter.