Asiya war die Ehefrau von Pharao Ramses II, der Prophet Musa (der Friede sei mit ihm) töten lassen wollte. Sie wird im Islam zu den vier hervorragendsten Frauen gezählt (1. Asiya 2. Maryam 3. Khadija 4. Fatima). Im heiligen Quran tritt sie als Pflegemutter von Musa auf. Prophet Muhammad (der Friede sei mit ihm) sagte, dass Asiya zu den ersten Frauen gehören wird, die das Paradies betreten werden, weil sie dem Monotheismus von Musa dem Vorrang gab vor dem Unglauben des Pharao. Ihr Glaube war so stark, dass Allah ihr die Ehre erwies im heiligen Quran erwähnt zu werden.
Und Allah legt denen, die glauben, das Beispiel von Pharaos Frau vor, da sie sprach: “Mein Herr! baue mir ein Haus bei Dir im Garten und befreie mich von Pharao und seinem Werk und befreie mich von dem Volk der Frevler!” (66:11)
Asiya war durch die Heirat mit dem Pharao einer der mächtigsten Frauen in Ägypten. Sie lebte in einem Palast und konnte sich jeden materiellen Traum erfüllen. Die Versuchung in die irre zu gehen und Unrecht zu begehen war sehr groß, doch sie entschied sich für die Wahrheit. Ihr Mann dagegen tat genau das Gegenteil. Er entschied sich für die Falschheit und tyrannisierte sein Volk. Die Frauen der Bani Israil (Hebräer oder auch Israiliten genannt) ließ er missbrauchen und die Männer als billige Bauarbeiter einsetzen.
Prophet Musa erblickt das Licht der Welt
Die Geburt von Prophet Musa war dem Pharao von seinen Mitarbeitern vorhergesagt worden. Ein Kind würde unter den Israeliten geboren werden, der seiner Herrschaft ein Ende bereiten würde. Der Pharao fürchtete sich vor dieser Prophezeiung und so beschloss er alle männlichen Nachkommen der Bani Israil töten zu lassen.
Und denkt daran, dass Wir euch vor den Leuten des Pharao retteten, die euch schlimme Pein zufügten, indem sie eure Söhne abschlachteten und eure Frauen am Leben ließen. Darin lag eine schwere Prüfung von eurem Herrn. (2:49)
Als Moses Mutter schwanger war verspürte sie mehr Angst als Freude. Sie hatte bereits ein Mädchen (Maria) und einen Sohn (Aaron), doch damals gab es noch kein Tötungsbefehl. Die Bani Israil standen nicht unter ständiger Bewachung, wie jetzt. Die Soldaten des Pharao ließen kein Neugeborenes am Leben. Laut den Historikern wurden mehr als 100.000 Kinder getötet. Ihre Angst war also nicht unbegründet.
In diesen unruhigen Zeiten kam Musa auf die Welt. Als seine Mutter ihn gebar, bekam sie von Allah eine Eingebung.
Und wir gaben der Mutter von Moses ein: Säuge ihn; und wenn du für ihn fürchtest, so wirf ihn in den Fluss und fürchte dich nicht und sei nicht traurig; denn Wir werden ihn dir wiedergeben und ihn zu einem Gesandten errichten. (28:7)
Ihr wurde klar, dass Allah ihr Neugeborenes beschützen würde. Noch bevor die Soldaten des Pharaos ihn entdecken konnten, legte sie Musa in einem Korb in den Fluss Nil. Seine Mutter beauftragte Maria, die ältere Schwester von Musa, hinterher zu rennen und zu schauen, wohin der Korb getragen wird.
An diesem sonnigen Morgen, saß Asiya in der Nähe des Nils. Plötzlich sah sie, wie die Wellen einen kleinen Korb in Richtung des Flussufers trieben. Sie stand auf und befahl ihren Helfern, ihr den Korb zu bringen. Maria, die ältere Schwester von Musa, konnte sehen, wie die Dienstmädchen den Korb zu Asiya brachten. Sie ging zurück zur ihrer Mutter und erzählte ihr, dass Musa gerettet wurde.
Als Asiya den kleinen Musa sah, fühlte sie eine große Zuneigung. Sie selber hatte keine Kinder und war deshalb umso mehr erfreut. Es war Allahs Plan, dass sie auf diesem Weg ein Kind bekommt. Als der Pharao das kleine Kind sah, war er außer sich vor Wut. Er fürchtete sich vor jedem männlichen Nachkommen der Bani Israil und wollte auch dieses Neugeborene töten lassen. Keiner hätte ihn von seinem Vorhaben stoppen können, außer Asiya. Genau diese Frau wurde von Allah erwählt. Sie stimmte ihn um und rettete Musa das Leben.
Und die Frau des Pharao sagte: “(Er ist) mir und dir eine Augenweide! Tötet ihn nicht. Vielleicht erweist er sich als nützlich für uns, oder wir nehmen ihn als Sohn an.” Aber sie waren ahnungslos. (28:9)
Anmerkung: Ein Artikel von Hessam Kordian.







