Der Plan zur Zerstörung der Kaaba – Sura al-Fil 105

Abraha war im Gespräch mit einem seiner Leute. Er sagte: „Nun bin ich in Jemen an die Macht gelangt. Da muss ich das Christentum verbreiten und seine Anhänger unterstützen.“ Der andere meinte: „Mein Herr! Alle machen sich einmal im Jahr nach Mekka auf den Weg, um zu dem Hause Gottes, der Heiligen Kaaba zu pilgern. Erst müsst Ihr dafür sorgen, dass sie nicht mehr nach Mekka sondern anderswo hin wollen.“ Abraha sagte: „Du hast recht. Das ist ja auch gar nicht schwer. Wir werden einfach eine schöne große Kirche bauen. Sie wird den Leuten gefallen und sie werden herbeieilen.“Abraha hatte eine prächtige Kirche in Sanaa bauen lassen. Er ließ wunderschöne Verzierungen anbringen und kostbare Tücher für den Dekor verwenden. Alle in Sanaa waren von dieser Kirche beeindruckt. „Jetzt“, so dachte Abraha, „wird keiner mehr nach Mekka ziehen. Es war doch eine gute Idee mit der Kirche!“ Doch als es dann wieder Hadschzeit war, machten sich alle wieder auf den Weg nach Mekka und ließen das prunkvolle Gebäude des Abraha links liegen. Abraha sah: Sein Plan war fehlgeschlagen. Er hatte die Menschen nicht für sich und seine Kirche gewinnen können.

Er war außer sich vor Wut und schwor: „Ich werde die Kaaba zerstören.“ Er stellte ein großes Heer auf und war fest entschlossen, das Haus, das die Propheten Abraham und Ismael ((der Friede sei mit ihnen)) in Mekka errichtet hatten, zu zerstören. Die arabischen Volksstämme waren in großer Sorge: „Es wäre schlimm, wenn ein Abessinier die Kaaba zerstören will und wir tatenlos zuschauen.“ – Aber sie fragten sich: „Wie sollen wir uns wehren?! Die Krieger in Abrahas Heer rücken nicht nur zu Fuß sondern auch zu Pferde und auf Elefanten in Richtung Mekka heran. Unterwegs plündern sie und verbreiten Schrecken. Zunafar, ein Aristokrat in Jemen, ist mit seinen Mannen gegen Abraha angetreten, aber Abraha hat ihnen rasch eine Niederlage bereitet und Zunafar gefangen genommen. Auch wir müssen uns Abraha ergeben. Es bleibt uns nichts anderes übrig!“

Abraha saß siegestrunken in seinem Zelt, als ein Wächter eintrat. Er meldete: „Abdul Mutalib steht draußen. Er ist der Große der Qureisch und hat in Mekka vor allen anderen das Sagen. Darf er eintreten?“ Abraha ließ Abdul Mutalib eintreten. Was für eine beeindruckende erhabene Erscheinung! Ohne es eigentlich zu wollen, erhob Abraha sich und begrüßte den Gast voller Respekt. Er fragte nach seinem Anliegen. Abdul Mutalib sagte: „Ich habe gehört, dass deine Krieger sich meine Kamele angeeignet haben und ich bin gekommen, sie mir zu holen.“ Abraha sagte erstaunt: „So etwas! Ich bin gekommen um die Kaaba zu zerstören und will das, was dir Größe verleiht, zertrümmern, und du denkst an deine Kamele?“ Dann wandte er sich seinen Heeresführern zu und meinte: „Wenn dieser Mann mich jetzt gebeten hätte, zurückzukehren, ich hätte es getan.“ Abdul Mutalib sagte in aller Ruhe zu Abraha: „Ich bin der Besitzer meiner Kamele. Die Kaaba hat einen Gott. Und Gott wird selber sein Haus behüten.“ Abraha lachte höhnisch: „Du wirst bald sehen, dass von der Kaaba nur ein Trümmerhaufen übrig bleibt“ Dann gab er die Anweisung, man solle Abdul Mutalib seine Kamele zurückgeben und erteilte danach sofort den Befehl, dass sein Heer, angeführt von den Kriegselefanten, sich in Richtung zur Kaaba in Bewegung setzen soll.

Abraha wollte gerade mit seinem Furcht erregenden Heer in die Stadt eindringen, als sich plötzlich der Himmel verdunkelte. Es war ein riesiger Schwarm von kleinen Vögeln am Himmel aufgetaucht. Dieser große Vogelschwarm hielt über dem Heer des Abrahas ein. Jeder Vogel trug einen Stein im Schnabel und ließ ihn über dem Heer des Abrahas fallen. Jeder Stein erlegte einen der Krieger und wer noch konnte, versuchte die Flucht zu ergreifen. Aber nein! Auch mit ihnen war es aus. Es gab kein Entkommen. Den Vögeln würde keiner von ihnen entgehen. Nach kurzer Zeit lagen alle Krieger des Abraha zu Boden gestreckt. Nur ein einziger von ihnen konnte sich retten. Er floh in Richtung Abessinien, eilte zum dortigen König und berichtete ihm von dem, was geschehen war.

Der König von Abessinien war überaus erstaunt. Er fragte: „Was waren das denn für Vögel! Wie konnten sie ein solches Riesenheer vernichten?“ Da tauchte plötzlich ein Vogel am Himmel auf. Und der Mann zeigte ihn dem König und sagte: „Das da ist einer von diesen gefährlichen Vögeln.“ Doch er hatte kaum ausgesprochen, als der Vogel auch auf ihn einen Stein abwarf. Der Stein traf ihm am Kopf. Auch dieser letzte Krieger des Abraha starb. Der König von Abessinien traute seinen Augen nicht. Auf diese Weise hat Gott gezeigt, dass er der Besitzer der Kaaba ist und dass er kluge Vorkehrungen trifft, um sie zu schützen. Das Schicksal der Krieger auf dem Elefantenheer ist eines der verwunderlichsten Geschehnisse auf der Welt. Gott erinnert an dieses einmalige Ereignis in der Sure 105:

„Im Namen des Allbarmherzigen und Gütigen. Hast du nicht gesehen, wie dein Herr (seinerzeit) mit den Leuten des Elefanten verfahren ist? Hat er nicht ihre List misslingen lassen und Scharen von Vögeln über sie gesandt, die sie mit kleinen Steinen bewarfen und sie werden lassen wie abgefressene Halme?“ Es ist auch interessant zu wissen, dass in dem gleichen Jahr, in dem das Heer des Abraha in Mekka auf diese außergewöhnliche Weise vernichtet wurde, der Prophet Mohammad (ص) auf die Welt gekommen ist. Wir hoffen Ihnen hat der heutige Beitrag aus unserer Reihe Geschichten und Zeichen gefallen.

Anmerkung: Mit freundlicher Genehmigung der staatlichen Rundfunkgesellschaft des Iran (IRIB): http://german.irib.ir/

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  • cjcobra 15. November 2010 at 20:19

    Wow sehr schöne Geschichte. Mach weiter so. Vielleicht werde ich zu einem späteren Zeitpunkt wieder vorbei schauen was für eine Geschichte dann kommt. Ich bin auch gerade dabei Videos über Frieden und Klarheit auf Youtube zu stellen!!!

  • said 14. Mai 2011 at 23:42

    SUBHANALLAH

  • Gottes Diener 14. August 2011 at 19:40

    ich lerne zur zeit “Sura al Fil” auswendig und wollte unbedingt die Hintergrundgeschichte dieser Sura erfahren ! Und Alhdamulillah dank dieser Seite wurde meine Frage beantwortet .

    Barak Allahufeek

  • A. Theist 23. Februar 2012 at 17:15

    Und solche Kindergeschichten glaubt Ihr wirklich?
    Ich habe Tränen gelacht!

  • ÄhtiopiaPower 26. Juni 2012 at 17:12

    so ein scheiss,ihr seit träumer und ich wünsche hirn!!!!!!!
    geht in die schule!

  • idizi 17. Juli 2012 at 22:53

    man soll nie schlechtes äussern wen man nicht kent. alle sura,die in kuran geschrieben sind,die sind gottes worte..wen jemand nicht klaubt,der sool ein kuran auf deutsh bestellen,kosten nicht.man sollte aber langsam lesen zu verstehen,oder internet suchen………..

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