Die islamische Einheit

„Eure Religionsgemeinschaft ist eine einheitliche und Ich bin allein euer Herr. Darum sollt ihr nur Mich fürchten.“ (23:52)

Aus der Sicht von Imam Chomeyni

Oh Muslime! Distanziert euch von den Spaltern in euren Reihen! Erkennt euch selber und lasset die Welt euch erkennen. Lasst die sektiererischen Streitfragen beiseite, die von den Weltverschlingenden Mächten und ihren korrupten Agenten geschaffen wurden, um die islamische Einheit zu beseitigen. Möge Allah die islamischen Staaten von den Weltvernichtern und ihren eingeschleusten Agenten befreien.

Die Feinde des Islams versuchen die Unterschiede zwischen Sunniten und Schiiten zu vergrößern. Wenn es zu einem Konflikt zwischen dem Iran und anderen Staaten kommt oder zwischen sunnitischen und schiitischen Geschwistern, dann ist das ein Nachteil für alle Muslime. Die Spalter sind weder Sunniten noch Schiiten. Sie sind häufig die Agenten der Super-Mächte. Sie wollen den Feinden des Islams helfen den Islam zu schwächen. Die Muslime müssen sich dieser Bedrohung bewusst sein. Die Sunniten und Schiiten sollten ihre Diskussionen beenden und sich vereinen. Wir sind alle Brüder. Wir sollten uns nicht durch die Propaganda der Feinde spalten.“

Auszug aus einer Rede von Imam Chamene’i

Die Schuld der islamischen Gemeinschaft liegt darin, dass sie in einer reichen Region der Welt platziert ist. Weil der Fortlauf der derzeitigen Zivilisation der Welt auf den Möglichkeiten basiert, die in dieser Region so reichlich vorhanden sind, ist sie zum Spielball und zur Begierde der Mächte geworden, wobei sie (die Mächte) für sich auf diesem Wege jegliches Verbrechen als legitim betrachten. Dies ist der Zustand der islamischen Gemeinschaft.

Kann denn die islamische Gemeinschaft sich nicht gegen diese Spielballmanier der Mächte verteidigen? Die Antwort lautet, doch wir können uns verteidigen! Wir haben viele Werkzeuge, um unser Recht und unsere Existenz zu verteidigen. Wir sind eine große Masse; wir haben gewaltige Reichtümer; wir haben ausgezeichnete Menschen und spirituelles Kapital, die unsere Bürger die Kraft für den Widerstand gegenüber den Gewalttätern verleihen; wir verfügen über eine beispiellose Kultur, die in der Welt selten ist.

Wir haben viele Möglichkeiten, also folglich können wir uns verteidigen. Aber warum verteidigen wir uns nicht? Warum können wir in der Praxis der Arena nichts vollbringen? Weil wir nicht vereint und solidarisiert sind. Weil man uns mit den verschiedenen Vorwände voneinander getrennt hat. Sie haben die gewaltige, ordentliche und ausgerüstete Division mit dem Namen “Islamische Gemeinschaft” in Gruppen geteilt, deren Sorge und Trauer in der gegenseitigen Bekämpfung und Begegnung, Angst vor einander, Aggression gegen einander und sich gegenseitig das Gesicht zu zerkratzen, liegt. Unter dieser Bedingung ist es doch offensichtlich, dass diese Division keine Effizienz besitzt.

Heute ist es an der Zeit, dass die islamische Welt rekapituliert und über das Thema Einheit ernsthaft nachdenkt. Heute bezieht sich die Bedrohungen der USA nicht auf ein oder zwei Länder, sondern bezieht sich auf alle. […] Alle sind (in der Region) bedroht. Wenn alle bedroht sind, so ist der vernünftigste Weg der, dass alle auf den Gedanken kommen und die Hände zusammen tun.

Unsere Empfehlung und Forderung von den islamischen Regierungen und Völkern ist es, über diese Sache nachzudenken und zu arbeiten, was Vorbereitung und Mühen bedarf. Die Vorbereitungen müssen getroffen werden. Natürlich bleibt der Feind auch nicht tatenlos und verwendet die alten zersplitternden Werkzeuge. Er benutzt die Stammes-, Rechtschulen- und Volkszugehörigkeit und vergrößert die Themen, die der Islam betont nicht zu vergrößern.

Der Islam betont, dass die Stammeszugehörigkeiten nicht Basis der Identifikation und Identität seien. “Vor Allah ist von euch der Angesehenste, welcher der Gottesfürchtigste ist” (Koran, Sure 49, Vers 13). Der Islam betont, dass die muslimische Brüder miteinander brüderlich umgehen müssen. Er sagte nicht die Brüder, die Sunniten sind oder die Schiiten sind oder jener Rechtschule angehören, sondern die, die Muslim sind. “Die Gläubigen sind ja Brüder” (Sure 49, Vers 10). Wer an dieses Buch, diesen Koran, diese Religion und diese Qibla (Gebetsrichtung) glaubt ist Mu´min (Gläubiger). Sie sind Brüder. Das hat der Islam gesagt. Aber wir verstecken die Dolche hinter den Rücken, um es in die Brust der Brüder zu schlagen.

In allen Bereichen gibt es auch Schuldige. Man muss diese (Schuldigen) verhindern und diese müssen bekämpft werden. Heute benötigt die islamische Gemeinschaft für ihre Existenz, für ein erhobenes Haupt und für die Rettung und zum Aufhissen der Fahne des Islams die Einheit. Welche Logik gibt es denn, die gegen diese Sachlage Widerstand leisten könnte, damit sie Differenz schaffen könnte?

Die Einheit hat vor allen Dringlichkeiten und gegenüber (allen anderen) Notwendigkeiten Priorität und steht vor denen. Warum begreifen wir nicht die Notwendigkeit der Einheit zwischen den Muslimen? Eine schwere Last lastet auf unseren Schultern und diese Phase ist eine sehr empfindliche Phase. Wenn die Feinde es schaffen, mit Macht die Region zu erobern, wird die islamische Welt wieder, wie sie in der Epoche des Kolonialismus, 100 Jahre zurück fallen.

Der Abstand der islamischen Welt zu der modernen und industriellen Welt wird weitere 100 Jahre mehr werden. Wir müssen die Rechenschaft dafür ablegen. Heute sind wir Verantwortlich. Heute sind die Regierungen, Auserwählten und die Persönlichkeiten aus Religion und Kultur verantwortlich. Wir alle sind gegenüber der islamischen Welt verantwortlich.

Zu den wichtigsten Aussagen unseres ehrenwerten Imams (Chomeyni) – Gott möge ihn im Paradies wohnen lassen -, die er vor der Revolution bis zum letzten Zeitabschnitt seines Lebens aussprach und betonte, war: Einheit der islamischen Gemeinschaft, Solidarität der Muslime und die Vermeidung des Großmachens von kleinen Sachen. Und wir verstehen heute, dass diese Ratschläge sehr weise und sehr korrekt gewesen sind.

Zusammengestellt von Hessam Kordian

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  • hameD 23. August 2008 at 13:35

    Salam alaikum

    Einheit ist wirklich sehr wichtig. In unseren Moscheen haben wir manchmal Probleme mit der Toleranz. Wenn man mal ein andere Moschee besucht als die „Eigene“, hört man Einige sagen: „Wie kommt es das heute zu uns gekommen bist? Was treibt dich dazu unsere Moschee zu besuchen? Man müsste etwas frech erwidern: „Ich komme um Allah anzubeten. Betet ihr hier auch Allah an?“ Die ideale Antwort müsste lauten: „Natürlich beten wir Allah an. Du bist herzlich willkommen.“

    Der Islam fordert uns zur Einheit auf. Wir dürfen Moscheebesucher nicht als „Fremde“ behandeln. Auch wenn sie nur einmal im Jahr zum Eid kommen. Wir müssen uns geehrt fühlen, dass sie kommen. Es ist unwichtig, ob der Besucher nur einmal kommt und dann nie wieder. Das darf uns nicht interessieren. Der Besucher sollte sich so wohl fühlen, dass er beim Abschied denkt: „Ich möchte gerne noch mal hier her.“ Es ist vollkommen egal zu welcher Rechtsschule wir gehören. Wenn zu uns ein Bruder kommt und beim Gebet seine Hände zusammenlegt, dann sollten wir dankbar sein für diesen Segen. Er ist unser Bruder. Er betet denselben Gott an, den ich anbete und er folgt dem gleichen Propheten, dem ich folge und er liest denselben Quran und betet in die gleiche Richtung. Was für eine Ehre!!!

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