
- Eine Ansprache von Imam Sayyid Ali Khamenei -
Das iranische Volk trat mit dem Motto des Hissens der Fahne des Islam und mit der Devise Verfolgung der mohammedanischen Grundsätze und Gesetze zu einer Zeit auf die Szene, in der die Machthaber der Welt glaubten, die Religion und Religiosität aus dem Weg geschafft zu haben. Das ist ein überaus wichtiger Punkt: Die Revolution des iranischen Volkes lenkte zu einer Zeit im Nahmen der Religion und des Islam die Aufmerksamkeit der Welt auf sich, in der die Machthaber der Welt – der imperialistischen Politik – glaubten, die Religion und Religiosität weltweit, insbesondere in den islamischen Ländern entwurzelt zu haben. Sie waren unbesorgt und glaubten, mit der Zeit werde keine Spur mehr von der Religion übrig bleiben und die Wirkung der Religion auf die Menschen werde immer schwächer. Sie erfreuten sich dieser Vorstellung. In ein solches Zeitalter hiss das iranische Volk die Fahne des Islam und brachte die Religiosität in den Lebensraum aller Menschen der Welt zurück. Das stellt eine Tatsache dar. Wir erhoben uns für den Islam und hissen die Fahne des Islam. Aber selbst in den Ländern, die eine andere Religion hatten bestand die Wirkung unserer Religion und Volk darin, dass sie zu Religiosität und Spiritualität geleitet wurden. Es gelang also dem iranischen Volk dieses Wunder zu vollbringen und diese Revolution konnte im Namen des Islam und des erhabenen Korans für die meisten Völker der Welt als ein Model hervortreten.
Wenn ihr heute in die islamischen Länder reist, werdet ihr sehen dass es sich von den vergangenen 30 Jahren – das heißt vor dem Sieg der islamischen Revolution – unterscheidet und die Atmosphäre eine ganz andere ist. Damals auch wenn einer etwas für Freiheitsliebe oder Unabhängigkeit sagte, eine Bewegung oder einen Aufstand in Gang setzte, geschah es unter der Fahne und Devisen der atheistischen Denkschulen. Aber heute wenn die Intellektuellen, Studenten, engagierten und verantwortungsbewussten Menschen in der Islamischen Welt von der Unabhängigkeit und Freiheit reden, handeln sie und geben sie ihre Parolen unter der Fahne des Islam aus.
Was heute in erster Linie für das iranische Volk von Bedeutung ist besteht in der Anlehnung an den Islam. Der Wohlstand und Segen, die sich ein Volk erwünscht, werden einem Volk dank des Islam zuteil. Um Freiheit, Unabhängigkeit, allgemeinen Wohlstand, wissenschaftlichen Fortschritt zu erlangen, auf verschiedenen Arenen der Menschheit als Vorreiter zu gelten, den Höhepunkt der Ehre für uns – als iranisches Volk – zu erreichen besteht unser einziger Weg in der Anlehnung an den Islam. Der Islam bringt all diese in seinen Lehren für ein Volk. Die Anlehnung an den Islam stellt heute den wichtigsten Weg für das iranische Volk dar.
Der zweite Punkt besteht in der Frage der Einheit. Ich habe auf dieser Reise – in den verschiedenen Städten – und bei allen Ansprachen die Frage der Einheit betont. Der Grund besteht darin, dass einer der Wege, die die Feinde des iranischen Volkes gefunden haben, um diesem Volk Schläge zu versetzen, in der Heraufbeschwörung von Differenzen unter den einzelnen Bürgern der muslimischen Nationen besteht. Aber auch in der Islamischen Welt und Islamischen Umma hat man dieselbe Politik verfolgt. Schon seit Beginn des Sieges der Revolution war man bestrebt, unseren muslimischen Nachbarländern – darunter den Anrainerstaaten des Persischen Golfes – vor der Islamischen Revolution Furcht einzujagen; leider Gottes hatten sie auch in manchen Fällen Erfolg, während die Islamische Republik allen muslimischen Völkern und allen muslimischen Regierungen die Hand zur Versöhnung geboten hatte und bietet.
Die Islamische Republik ist im wahrsten Sinne des Wortes von der islamischen Einheit überzeugt. Islamische Einheit bedeutet Solidarität zwischen den Völkern und Zusammenarbeit der Regierungen. Die Völker haben sich Gott sei Dank solidarisiert und die Stammes-, konfessionelle und religiöse Differenzen sind nicht imstande, unter den Nationen eine Kluft zu errichten, es sei denn durch Versuchungen des Feindes. Aber die Regierungen lassen sich leider Gottes von der Politik beeinflussen. Wir verkünden heute: Die Nachbarländer sind unsere Brüder und wir bieten ihnen die hand zur Freundschaft. Wir sind auf keinen Fall auf sie angewiesen. Diese Brüderschaft ist nicht wegen der Zeiten der Not. Das iranische Volk hat beweisen, dass man durch die Hoffnung auf Gott und Selbstvertrauen die Probleme beilegen kann, aber die Differenzen sind aus unserer Sicht nicht zu Gunsten der Islamischen Welt, deshalb haben wir allen Ländern die Hand zur Freundschaft geboten.
Glücklicherweise sind heute trotz der Anstrengungen der Feinde der Islamischen Welt und der Bestrebungen der amerikanischen und zionistischen Spionageapparate, die ununterbrochen Ränke schmieden, die Beziehungen zwischen der Regierung der Islamischen Republik und den Ländern der Region – arabischen und nichtarabischen Ländern – gesund, gut und brüderlich. Das muss Tag für Tag verstärkt werden. Dasselbe ist mit größerer Betonung im Inland der Fall. Im Inland war man seit Beginn der Revolution bestrebt, mit verschiedenen Vorwänden wie Nationalität und politische Differenzen unter den einzelnen Bürgern Irans Differenzen heraufzubeschwören. Wir konnten diese Verschwörung des Feindes unwirksam machen, aber wir und alle lieben Geschwister sollten diesbezüglich nach wie vor aufpassen, damit der Feind nicht imstande sein kann, seine Ränke in Gang zu setzen. Schiiten und Sunniten, die Bürger verschiedener Teile des Landes und Anhänger verschiedener politischer Ansichten, alle sollten wissen, dass das iranische Volk trotz dieser Vielfalt in der Religion, Volksstämmen und den Anschauungen ein geschlossenes und einheitliches Volk darstellt. Aus diesem Grund ist dieses Volk imstande, seine Interessen, Identität und Image gegenüber den härtesten Feinden zu verteidigen und den Feind mit Hilfe Gottes in die Knie zu zwingen.
Schiiten und Sunniten, wir alle sollten zur Erhebung des Wortes Monotheismus, der echten islamischen Wertmaßstäbe und zur Ausführung der Mohammedanischen (s.) Gesetze alles daran setzen und nicht zulassen, dass die Differenzen in Idschtihad (selbständige Interpretation der Rechtsquellen), Meinungsunterschiede, ja sogar unter Umständen persönliche Feindschaften und Böswilligkeiten unser Leben und unser Vorgehen beeinflussen und den Feind erfreuen.
Der Feind ist heute bestrebt, dieses Zentrum der großen islamischen Bewegung, dieses Zentrum und Herz der islamischen Umma, das heißt das iranische Volk, das die Islamische Welt in Bewegung versetzt hat, mundtot zu machen. Die Feinde und der Imperialismus setzen alles daran, um dieses praktische Modell vor den Augen der Muslime der Welt zu entfernen. Der islamische Iran stellt ein praktisches Modell dar. Der islamische Iran zeigt der Islamischen Welt mit seinem Dasein, seiner Stärke und Fortschritt und Einheit, das es möglich ist, im Kampf mit den enormen Verschwörungen der Feinde und in dieser turbulenten Welt ein islamisches Staatssystem gründen, es lässt sich die Souveränität des Islam auf die Szene bringen. Der islamische Iran stellt diese Erfahrung vor den Augen der muslimischen Völker zur Schau.
Die Auffassung des Feindes, der Wille des Feindes und der schmutzige Wunsch des Feindes besteht darin, dieses Vorbild vor den Augen der islamischen Völker zu entfernen. Das ist nun einerlei, ob durch politische, militärische, sicherheitsbezogene und wirtschaftliche Attacken, oder durch Agitationen und Anschuldigungen. Es lässt sich von Zeit zu Zeit sehen, wie unverschämt manche söldnerische Journalisten in unseren Nachbarländern – in der arabischen Region – über das iranische Volk und die Islamische Republik schreiben, was einen in Erstaunen versetzt. Sie machen dem iranischen Volk, der islamischen Gemeinschaft und der Staatsordnung der Islamischen Republik solche Vorwurfe, dass man sich wirklich wundert, wie ein Mensch, ein söldnerischer Schreiber, ein niederträchtiger Mensch entartet sein kann, dass er für irdische Privilegien derart im Dienste des Feindes und gegen den Islam und Koran Partei ergreifen kann!
Anmerkung: Gekürzte Ansprache — Quelle: www.khamenei.ir








Salam
Lab-bayk ya Khamenei!
WaSalam